Viertelfinale
Ludwigsburg | 14. Mai 2018

Noch ein Sieg fehlt Riesen auf dem Weg ins Halbfinale

Die Ludwigsburger Basketballer sind auf dem besten Weg, ins Play-off-Halbfinale der Bundesliga einzuziehen. Mit dem 79:74-Sieg im zweiten Viertelfinale gegen medi Bayreuth setzten die MHP-Riesen ein dickes Ausrufezeichen.

Wie in Spiel 1 kaum zu halten: Elgin Cook von den MHP-Riesen. Foto: bm
Wie in Spiel 1 kaum zu halten: Elgin Cook von den MHP-Riesen. Foto: bm

Bayreuth. Es war das sechste Aufeinandertreffen der beiden Rivalen in dieser Saison. Fünf Siege gehen inzwischen auf das Konto der MHP-Riesen, die mit dem neuerlichen Erfolg in der Best-of-Five-Serie auf 2:0 erhöhten und nun mit einem dritten Sieg am kommenden Dienstag (20.30 Uhr) in der MHP-Arena den Einzug unter die besten vier Teams der Bundesligasaison perfekt machen könnten.

Die Ludwigsburger bewiesen in Bayreuth, dass sie sich auch in brenzliger Situation wie ein Spitzenteam behaupten können. In der „unfassbar lauten“ Oberfrankenhalle, wie Thomas Walkup die Atmosphäre in Bayreuth beschrieb, hatten die Ludwigsburger am Ende die besseren Nerven und setzten sich trotz einiger taktischer Finessen von Bayreuth-Trainer Raoul Kromer verdientermaßen durch.

„Da haben wir unseren Rhythmus gefunden und offensiv den Ball gut laufenlassen“, so Walkup, der mit 16 Punkten und 6 Rebounds hinter Elgin Cook (18/7) der beste Ludwigsburger Scorer war.

Zu Beginn der Partie hatte es nach einem neuerlichen Erfolg der Riesen in keiner Weise ausgesehen. Anders als im ersten Spiel, als Bayreuth anfangs an die Wand gespielt wurde, sah sich dieses Mal Ludwigsburg unter Druck. Bayreuth, das in der Verteidigung einige Umstellungen vornahm, düpierte den Gast mit einer ungeheuren Intensität. Mit James Robinson und Gabe York trafen sichere Distanzschützen, dank sieben Treffern von der Dreierlinie setzten sich die Gastgeber bis zum Ende des ersten Viertels auf 25:15 ab. Die Riesen brachten bis dahin trotz einer Auszeit kein Bein aufs Parkett. 15:25 ging das Viertel verloren, Trainer John Patrick war restlos bedient.

In hitziger Atmosphäre lieferten sich danach beide Mannschaften mit hoher Intensität einen offenen Schlagabtausch. Überragender Spieler aufseiten der Hausherren war De’Mon Brooks, der bis zur Pause 24 Punkte beisteuerte. Dennoch verkürzten die Riesen bis zum Seitenwechsel auch dank ihres schnellen Umschaltspiels auf 40:41.

Im dritten Viertel enteilte Ludwigsburg mit einem 8:0-Lauf bis auf 55:44. Dass Basketball ein Spiel der Läufe ist, wie es Walkup nach Spielende ausdrückte, wurde im weiteren Spielverlauf bestätigt. Bayreuth antwortete mit einem 14:2-Zwischenspurt und eroberte so kurzzeitig die Führung zurück (58:57), ehe Ludwigsburg zum entscheidenden Schlag ausholte. Dreier von Adam Waleskowski, Adika Peter-McNeilly und Jeremy Senglin sorgten abermals für einen Führungswechsel und Dwayne Evans stellte mit fünf ganz wichtigen Zählern sicher, dass die Gastgeber auch weiterhin auf Abstand gehalten wurden. Dem starken Waleskowski war es wenig später überlassen, mit einem weiteren Distanztreffer endgültig für die Entscheidung zu sorgen.

Trotz der hohen Anzahl an Ballverlusten (18) gingen die Riesen in der Viertelfinalserie mit 2:0 in Führung und sind nur noch ein Sieg von ihrem nächsten Ziel entfernt. Das Erreichen des Halbfinales wäre der größte Erfolg in der Bundesliga seit 2007.

Andreas Steimann
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