Basketball
Ludwigsburg | 13. April 2017

Osterwochenende läutet die heiße Saisonphase ein

Fünf Spieltage vor Abschluss der Hauptrunde steht die Basketball-Bundesliga vor dem entscheidenden Endspurt um die Play-off-Plätze. Die MHP-Riesen Ludwigsburg sind heute und am Ostermontag besonders unter Druck.

Sucht noch die richtige Bindung zum Spiel: DJ Kennedy von den MHP-Riesen. Foto: Baumann
Sucht noch die richtige Bindung zum Spiel: DJ Kennedy von den MHP-Riesen. Foto: Baumann

Ludwigsburg. Nach der Auswärtsniederlage gegen den direkten Konkurrenten EWE Oldenburg wollen die Ludwigsburger möglichst rasch in die Erfolgsspur zurück. Ob ihnen das ausgerechnet gegen die Eisbären Bremerhaven am heutigen Donnerstag (Spielbeginn in der MHP-Arena ist um 20.30 Uhr) gelingt, ist nicht nur angesichts der anhaltenden Verletzungsmisere fraglich.

Die Bremerhavener Mannschaft präsentiert sich momentan in starker Verfassung. Die letzten vier Partien hat das Team von Trainer Sebastian Machowski erfolgreich gestaltet. Unter anderem wurden Frankfurt und Bonn bezwungen. Damit können die Eisbären als Tabellenelfter befreit aufspielen.

Auf der anderen Seite lastet die Bilanz des direkten Vergleichs auf den Norddeutschen: Noch nie seit ihrem Bundesligaaufstieg im Jahr 2005 konnten die Eisbären ein Spiel in Ludwigsburg gegen die gelben Riesen siegreich gestalten. Doch diese schwarze Auswärtsserie spielt für Trainer Machowski keine Rolle. „Mir war das bis vor kurzem gar nicht bewusst. Aber es wäre natürlich schön, wenn wir in Ludwigsburg endlich den ersten Sieg einfahren könnten“, sagt er und blickt der Partie optimistisch entgegen: „Wir wollen unseren spielerischen Rhythmus mitnehmen, wissen aber auch, dass das ungemein schwer wird. Die Riesen spielen enorm physisch und mit sehr viel Energie“, so Machowski.

Den größeren Druck aber haben zweifelsohne die Gastgeber: Im Kampf um die Play-off-Teilnahme – es wäre die vierte in Folge – fällt jedes einzelne der letzten Hauptrundenspiele schwer ins Gewicht, hatte Trainer John Patrick bereits vor einer Woche gesagt. Mit 28:26 Punkten belegen die Riesen den neunten Tabellenplatz. Verfolger Gießen 46ers ging gestern gegen Oldenburg als Sieger vom Feld und ist damit zumindest bis heute Abend an den Ludwigsburgern vorbeigezogen.

Antreiber der Eisbären ist Spielmacher Jordan Hulls, der mit 13,7 Punkten pro Spiel auch der Topscorer ist. Zusammen mit Quincy Diggs (13,6) und Karvel Anderson bildet Hulls eine starke Guard-Riege. Nach langer Verletzungspause ist auch der Deutsche David Brembly wieder an Bord.

Dagegen werden bei den Riesen Tekele Cotton und Kelvin Martin aller Voraussicht nach noch nicht wieder zur Verfügung stehen. Vieles hängt also von Neuzugang DJ Kennedy, der bislang noch nicht richtig Fuß fassen konnte, ab. Auch Chadd Toppet, Rocky Trice und Spielmacher Ciff Hammonds müssen sich gegenüber dem Oldenburg-Spiel deutlich steigern.

Im Hinspiel setzten sich die MHP-Riesen mit 95:87 durch. „Wir hoffen, dass die Spieler frisch sind und alles geben können“, sagt Trainer Patrick. Bereits am Ostermontag wartet die nächste Aufgabe: Dann geht die Reise zur BG Göttingen – der vermeintlich leichtere Gegner.

von andreas steimann
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