Basketball-Bundesliga
BONN | 12. Februar 2018

Riesen gewinnen Offensivspektakel

Ludwigsburg siegt bei den Telekom Baskets Bonn mit 109:105 – Justin Sears ist mit 22 Punkten bester Scorer der Gäste

Adam Waleskowski (rechts) mit vollem Körpereinsatz gegen Julian Gamble von den Baskets Bonn. Foto: Wolter
Adam Waleskowski (rechts) mit vollem Körpereinsatz gegen Julian Gamble von den Baskets Bonn. Foto: Wolter

Mit großer Vorfreude hatte Florian Koch mit den MHP-Riesen Ludwigsburg die Reise zum Spiel in der Basketball-Bundesliga bei den Telekom Baskets Bonn angetreten. Für den Bonner, der am Rhein zum Bundesligaspieler reifte und vor der Saison nach Ludwigsburg wechselte, war es der erste Auftritt als Gegner an seiner ehemaligen Wirkungsstätte. „Es wird bestimmt eine geile Nummer“, blickte er voraus. Und wie! Nicht nur weil der Flügelspieler von seinen alten Fans begeistert begrüßt wurde, er zum 109:105-Sieg der Schwaben beitrug und 6300 Zuschauer in der Karnevalszeit im Telekom Dome für eine einzigartige Atmosphäre sorgten. Es war der gesamte Auftritt der Mannschaft von Trainer John Patrick, der herausragte.

„Ich bin sehr froh, dass wir hier in dieser speziellen Atmosphäre den kühlen Kopf behalten und gewonnen haben“, sagte Koch nach der Partie. Ohne Johannes Thiemann und Dwayne Evans zeigten die Gäste eine überragende Offensivleistung. Gleich sechs Ludwigsburger wiesen zweistellige Punktewerte auf.

Bonn legte furios los und ging mit 9:0 in Front. Dann schüttelten sich die Schwarz-Gelben. Als sie kurz vor Ende des ersten Viertels mit 18:25 hinten lagen, ließen sie es mit einem 8:0-Lauf mächtig rauchen. Auch wenn Patrick später ob der vielen zugelassenen Punkte von einem untypischen Spiel für seine Mannschaft sprach, waren es dennoch die defensiven Nadelstiche, die sein Team ins Spiel brachten und viele Ballverluste verursachten. Während Topscorer Justin Sears (22 Punkte) einige sehenswerte Würfe versenkte, attackierten seine Guards unablässig den Bonner Korb. So auch Thomas Walkup, der mit 17 Punkten, sieben Rebounds und acht Assists ein herausragendes Spiel ablieferte. Bis zum 67:67 ging es hin und her. Dann traf Adika Peter-McNeilly zum 70:67 und sein Team spielte einen Elfpunktevorsprung heraus. Doch Bonn kam noch einmal auf 90:92 heran. Zum entscheidenden Spieler avancierte dann Peter-McNeilly, der innerhalb von zweieinhalb Minuten drei Dreier versenkte, und mit Elgin Cook für die 103:96-Führung sorgte.

„Das war ein komplett Karneval-typisches Spiel. Wir haben uns mit zunehmendem Spielverlauf freischwimmen können. Ein solcher Shootout war aber nicht das, was wir wollten. Ich bin froh, dass wir diese Achterbahnfahrt am Ende gewonnen haben“, zog Patrick ein erleichtertes Fazit.

Toni Bachem
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