Basketball-Bundesliga
Ludwigsburg | 29. April 2017

Riesen haben schon die nächste Saison im Blick

Die Endrundenteilnahme ist den Ludwigsburger Basketballern schon vor dem Doppelspieltag zum Abschluss der Hauptrunde nicht mehr zu nehmen. Gestern Abend verloren die Gießen 46ers gegen Bonn. Damit haben die MHP-Riesen Platz acht sicher.

Die Play-offs im Visier: Riesen-Trainer John Patrick (rechts) mit Center Johannes Thiemann. Foto: Baumann
Die Play-offs im Visier: Riesen-Trainer John Patrick (rechts) mit Center Johannes Thiemann. Foto: Baumann

Unabhängig vom Ausgang der gestrigen Partie in Gießen will Trainer Patrick auch in den ausstehenden zwei Begegnungen in die Vollen gehen. „Die Niederlage der Gießener erleichtert uns einiges, aber es würde uns international helfen, wenn wir jetzt noch Spiele gewinnen würden“, blickte der Coach gestern Abend bereits auf die nächste Saison voraus.

Zunächst aber steht das Hauptrundenfinale gegen Ulm (heute um 20.30 Uhr, MHP-Arena) und bei Alba Berlin (Montag, 15.30 Uhr) an. Die Riesen haben mit dem Erfolg im Pokalviertelfinale gegen Ulm den „wohl größten Sieg des Jahres“ (Patrick) eingefahren. Der Tabellenführer glänzte vor allem in der Bundesliga, doch auch Ludwigsburg hat sich in dieser Saison gut präsentiert. „Wir haben international teilweise sehr gut gespielt“, zog Patrick eine positive Bilanz.

Auch heute wollen die Riesen ihre Chance suchen, zumal Ulm mit einigen verletzten Spielern gehandicapt ist. Während bei Ludwigsburg Tekele Cotton und Kelvin Martin weiterhin ausfallen, könnte Chad Toppert in den Kader zurückkehren. „Ich weiß aber nicht, ob er überhaupt gehen kann“, sagte Patrick vor dem gestrigen Abschlusstraining. Martin Breunig, der gegen Tübingen einen Nasenbruch erlitt und operiert wurde, spielt – wenn überhaupt – mit Gesichtsmaske.

Bei Ulm stehen mit Tim Ohlbrecht, Da’Sean Butler, Augustine Rubit und Braydon Hobbs aktuell vier Stammkräfte auf der Verletztenliste.

In ihrem letzten Hauptrunden-Heimspiel wollen sich die MHP-Riesen mit einem Erfolg im zweiten Schwabenderby binnen einer Woche in Richtung Play-offs aufmachen. Am 1. Mai treten die Ludwigsburger noch in der Bundeshauptstadt an. Alba Berlin trennte sich in dieser Woche von Trainer Ahmet Caki. Assistenztrainer Thomas Päch übernimmt den Posten vorerst. Als Nachfolger könnte der scheidende Gießener Coach Denis Wucherer eine Option auf den Cheftrainer-Posten sein. Berlin, das heute noch in Frankfurt spielt und auf Guard Dragan Milosavljevic (Ellenbogen-Verletzung) verzichten muss, geht als Sechster in den Doppelspieltag, hat sich aber bereits für die Play-offs qualifiziert.

Andreas Steimann
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige