Basketball
Ludwigsburg | 19. September 2017

Riesen starten in Kampf um Europa

Die vergangene Champions-League-Saison ist als Höhepunkt in die Vereinsgeschichte der MHP-Riesen Ludwigsburg eingegangen. Auch in diesem Jahr wollen die Basketballer wieder dabei sein. Die Qualifikation beginnt heute in Sarajevo.

Das Warten hat für Ludwigsburger Basketballfans ein Ende. Heute starten die MHP-Riesen in die neue Pflichtspielsaison. Um 18.30 Uhr geht es in der ersten Qualifikationsrunde der Champions League gegen das bosnische Spitzenteam Bosna Royal Sarajevo. „Wir wollen es unbedingt in die Hauptrunde der Champions League schaffen“, sagt Trainer John Patrick vor dem Hinspiel. Das Rückspiel findet bereits am Donnerstag um 20 Uhr in der MHP-Arena statt. Danach müsste Ludwigsburg zwei weitere Qualifikationsrunden mit Hin- und Rückspiel überstehen.

Die Flüge sind gebucht

Zunächst gegen das rumänische Team Cluj-Napoca, dann in der dritten Runde gegen Basic-Fit Brüssel. Sollten die Gelb-Schwarzen diese Hürden nehmen, würden in der Hauptrunde Gaziantep (Türkei), Elan Chalon (Frankreich), Iberostar Teneriffa (Spanien), Neptunas Klaipeda (Litauen), Ventspils (Lettland), PAOK Tessaloniki sowie einer der Qualifikanten Keravnos (Zypern), Avtodor Saratov (Russland), Mornar Bar (Montenegro) oder Orlandina (Italien) warten. Obwohl noch nicht sicher ist, ob der Sprung in die Hauptrunde gelingt, sind die Flüge bereits gebucht.

Das Spiel heute in Sarajevo ist nach einigen positiven Testspieleindrücken die erste Bewährungsprobe für die neuformierte Mannschaft der MHP-Riesen. Doch auch wo der Gegner wirklich steht, ist ungewiss. Mit dem bosnischen Spielmacher Drasko Knezevic und den US-Amerikanern DeVon Walker und Cory Bradford hat sich der bosnische Erstligist verstärkt. Der größte Erfolg des Vereins war der Gewinn des Europapokals der Landesmeister im Jahr 1979. Bereits gestern landeten die Riesen in der Hauptstadt Bosnien-Herzogowinas.

In der vergangenen Spielzeit spielten die MHP-Riesen Ludwigsburg in der Champions League groß auf – vor allem in der eigenen Halle.

In der MHP-Arena mussten europäische Spitzenmannschaften wie AEK Athen oder Besiktas Istanbul klein beigeben. Erst im Viertelfinale war Schluss. In einem dramatischen Schlussviertel gegen Banvit aus der Türkei schied Ludwigsburg einen Wimpernschlag vor der Schlusssirene aus. Dabei standen die Riesen bereits mit einem Bein im Finalturnier.

Doch die Tränen sind längst getrocknet. Die Enttäuschung ist mittlerweile neuem Ehrgeiz gewichen. Zudem hat die Champions League auch finanziell zugelegt und ist in ihrer zweiten Spielzeit lukrativer.

Marco Jaisle
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