Spiel III
Berlin | 28. Mai 2018

Riesen verabschieden sich versöhnlich in Sommerpause

Die MHP-Riesen Ludwigsburg sind im Halbfinale der Play-offs ausgeschieden. Der Basketball-Bundesligist unterlag gestern Alba Berlin mit 88:91 in der Bundeshauptstadt trotz guter Leistung und verliert damit die Best-of-five-Serie mit 0:3.

Harter Gegner: Riese Dwayne Evans (links) im Duell mit dem Berliner Bogdan Radosavljevic.Foto: Gunnar Rübenach
Harter Gegner: Riese Dwayne Evans (links) im Duell mit dem Berliner Bogdan Radosavljevic.Foto: Gunnar Rübenach

Aus, vorbei – für die MHP-Riesen Ludwigsburg ist nun Sommerpause. Die Leistung im dritten Play-off-Duell mit Alba Berlin war zwar ansprechend, doch für einen Sieg und damit ein weiteres Halbfinalspiel reichte es dem Basketball-Bundesligisten nicht. Die Best-of-five-Serie geht mit 3:0 an den Hauptstadtclub. Für die Riesen war die Partie vor 10 387 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena allerdings ein versöhnlicher Abschluss.

Nach einer deutlichen (87:102) und einer blamablen (74:100) Niederlage in den ersten beiden Spielen hielt Ludwigsburg das Aufeinandertreffen gestern bis zum Schluss spannend. „Ich bin stolz, wie wir reagiert haben. Aber wenn man in einer Saison sechsmal gegen Berlin spielt und sechsmal verliert, muss man zugeben: Alba ist die bessere Mannschaft“, sagte Trainer John Patrick. Vor allem in der Offensive hatten die Schwaben Probleme zu Beginn Probleme. In der fünften Minute traf Berlins Dennis Clifford zum 13:5 für die Gastgeber. Patrick, den die Alba-Fans mit Pfiffen begrüßten, nahm eine Auszeit.

Trotz weiterer Ballverluste in der Vorwärtsbewegung gelang Kerron Johnson 46 Sekunden vor Viertelende das 20:21. Ludwigsburg legte vor allem in der Verteidigung eine deutlich höhere Intensität aufs Parkett als in den ersten beiden Duellen und setzte so die Berliner ständig unter Druck. Doch die intensive Spielweise brachte auch Nachteile: Adam Waleskowski bekam schon im ersten Durchgang mit drei Fouls Probleme, Alleskönner Thomas Walkup folgte Anfang des zweiten Abschnitts. Der US-Amerikaner hatte laut Patrick in den Tagen zuvor mit einem Magen-Darm-Virus zu kämpfen, die Schwächung war ihm anzumerken. Die Riesen kämpften davon unbeeindruckt weiter gegen die erneut fabelhaft aufgelegten Albatrosse, die durch ihr flüssiges Zusammenspiel beeindruckten.

In der 14. Minute drehte Dwayne Evans im Alleingang die Partie. Aus dem 26:30-Rückstand machte er durch drei erfolgreiche Zweipunktewürfe plus Freiwurf eine 33:30-Führung. Das gab den Ludwigsburgern Sicherheit. Einen weiteren Führungswechsel konterte Adika Peter-McNeilly mit einem Dreier zum 36:34. Mit der Pausensirene traf Albas Peyton Siva kurz nach der Mittellinie. Dennoch nahmen die Schwaben eine 43:42-Führung in die Halbzeit.

Zu Beginn der zweiten Hälfte riss Alba die Führung wieder an sich und blieb tonangebend. Ludwigsburg ließ sich erst in der Schlussminuten abschütteln, als Joshiko Saibou aus der Distanz zum 90:83 traf. Zuvor vergab Elgin Cook einen Dreipunktewurf.

Marco Jaisle
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