Basketball Champions League
Athen | 04. Mai 2018

Riesen wollen ihre Chance in Athen am Schopf packen

Die ersten Trainingseinheiten sind absolviert, die Ludwigsburger Basketballer haben sich mit den gigantischen Dimensionen der Olympic Hall in Athen angefreundet. Heute und am Sonntag wollen die MHP-Riesen ihr internationales Abenteuer, das im Herbst vorigen Jahres begann, zu einem erfolgreichen Ende führen.

Ein Trainer-Quartett mit Titelambitionen (v.l): John Patrick (MHP-Riesen Ludwigsburg), Zvezdan Mitrovic (AS Monaco), Dragan Sakota (AEK Athen) und Ibon Navarro (Ucam Murica).Foto: BCL
Ein Trainer-Quartett mit Titelambitionen (v.l): John Patrick (MHP-Riesen Ludwigsburg), Zvezdan Mitrovic (AS Monaco), Dragan Sakota (AEK Athen) und Ibon Navarro (Ucam Murica).Foto: BCL

„Ich erinnere mich noch gut an den 19. September, als wir in die Qualifikationsrunde gestartet sind“, sagte John Patrick gestern auf der ersten Pressekonferenz der vier Champions-League-Finalisten im Hotel Divani Caravel im Zentrum Athens.

Angesprochen darauf, dass Ludwigsburg anders als der Halbfinalgegner AS Monaco eine überaus schwierige Qualifikationsphase zu durchlaufen hatte, hob Patrick die positiven Aspekte hervor: „Die Qualifikationsspiele haben zum Teambuilding beigetragen, unsere Spieler haben sehr viel Zeit miteinander verbracht und Praxis gesammelt“, so der Coach.

Mehr Spiele als alle anderen Teams

Tatsächlich haben die MHP-Riesen mehr Champions League-Spiele absolviert als irgendein anderes Team in dieser Saison. Den hohen Stellenwert des Wettbewerbs hoben aber auch die Trainer der anderen drei Finalteilnehmer hervor. „Wir spielen solide und glauben an unsere Chance“, sagte Ibon Navarro vom spanischen Außenseiter Ucam Murcia, der morgen Abend auf den griechischen Gastgeber AEK Athen trifft.

Mit der Favoritenrolle kann sich derweil Athens Coach Dragan Sakota gut anfreunden, schließlich wird das Publikum im zweiten Semifinale (Tip off 20.30 Uhr) seine Mannschaft lautstark unterstützen.

Im vergangenen Jahr verpasste Ludwigsburg im entscheidenden Viertelfinalespiel gegen Banvit Bandirma in der letzten Sekunde den Einzug ins Halbfinale, „Das schmerzt noch heute“, erinnerte sich Patrick an den Knock-out vor heimischem Publikum in der MHP-Arena. Doch auch in dieser Hinsicht sieht Patrick sein Team in diesem Jahr weiterentwickelt. „Wir hatten damals vier verletzte Spieler, diesmal sind wir größer aufgestellt“, so der Coach, der in Jacob Wiley einen starken Ersatz für Center Justin Sears sieht. Der Big Man hatte sich erst vor zwei Tagen im Spiel gegen Tübingen verletzt und konnte die Reise nach Athen nicht antreten.

Aus Athen berichtet Andreas Steimann
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