Basketball-BundesligA
Ludwigsburg | 21. April 2018

Riesen zeigen im Endspurt gegen Löwen keine Blöße

Die Ludwigsburger Basketballer können sich auf die Play-offs einstellen, Platz drei wird ihnen nach dem gestrigen 72:59-Erfolg gegen die Löwen Braunschweig kaum mehr zu nehmen sein. Die spannende Frage heißt ab sofort: Wer wird der Gegner im Viertelfinale, in dem die MHP-Riesen zunächst Heimrecht haben werden.

Elgin Cook (amBall) ist auf dem Weg zum Korb nicht aufzuhalten. Foto: Baumannn
Elgin Cook (amBall) ist auf dem Weg zum Korb nicht aufzuhalten. Foto: Baumannn

Ludwigsburg. Die Nachricht, dass Braunschweigs Topscorer Scott Eatherton als frisch gebackener Vater nicht mit von der Partie sein würde, hatte wohl für etwas zu viel Gelassenheit auf Ludwigsburger Seite gesorgt. Die war allerdings schnell verflogen, denn das Team von Trainer Frank Menz zeigte keinerlei Respekt vor dem favorisierten Tabellendritten.

Zwar gingen die Gastgeber durch Punkte von Elgin Cook mit 5:4 in Führung, mit einem beherzten Alley oop von Anthony Morse, der am Ende mit 17 Punkten Topscorer der Löwen wurde, zeigten die Gäste aber von Beginn an, dass sie sich als ebenbürtiger Gegner präsentieren wollten. Ludwigsburg wirkte hektisch und musste bis zum Ende des ersten Viertels zwölf Rebounds der Löwen zulassen. Erst nach einer Auszeit von Trainer John Patrick fingen sich die Gastgeber und beendeten mit einem Dreier von Malik Müller ihren 7:0-Lauf zur 18:16-Führung. Braunschweig ließ auch danach nicht locker, aber Dwayne Evans und Justin Sears brachten nach einer zweiten Auszeit die Riesen in die Spur und besorgten bis zur Halbzeit – auch dank der sich nun häufenden Ballverluste der Löwen – den ersten klaren Vorsprung zum 36:29.

Im zweiten Durchgang legten die Riesen ihre Nachlässigkeiten endgültig ab und ginen fortan konzentriert zur Sache. Eine Dreiersalve mit Treffern von David McCray und dreimal Elgin Cook, der mit 17 Punkten bester Schütze der Riesen wurde, sowie ein sehenswerter Dunking von Thomas Walkup nach Miller-Assist heizten die Stimmung in der MHP-Arena mächtig an. Beim 57:38 war der Vorsprung auf 19 Punkte gewachsen, beim Stand von 57:40 ging es in den Schlussdurchgang, Ludwigsburg hielt das Tempo hoch, auch nach dem fünften Foul gegen Adam Waleskowski war der 23. Saisonsieg nicht mehr gefährdet.

Bereits morgen geht es für die Riesen weiter. In Ulm spielen sie um 15 Uhr gegen die Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison, für die der Zug in Richtung Play-offs dieses Jahr wohl endgültig abgefahren ist. Gestern unterlagen die Ulmer gegen Bayreuth deutlich mit 75:88 und haben damit keine Chance mehr auf den Einzug ins Viertelfinale. In der BBL trennt sich allmählich die Spreu vom Weizen.

Andreas Steimann
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