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Ludwigsburg | 28. Dezember 2017

Riesen zittern sich zum Heimsieg

Die MHP-Riesen haben einen wichtigen Sieg im Kampf um die Play-offs und die Pokalqualifikation eingefahren. Gestern Abend setzten sich die Ludwigsburger Basketballer in der Bundesliga mit 85:78 gegen die Telekom Baskets Bonn durch.

Durchsetzungsstark: Riese Dwayne Evans gegen Konstantin Klein. Foto: Baumann
Durchsetzungsstark: Riese Dwayne Evans gegen Konstantin Klein. Foto: Baumann

Als die Uhr noch zehn Sekunden anzeigte, standen MHP-Riesen-Fans unter den 4200 Zuschauern in der MHP-Arena schon und klatschten Beifall. Zuvor mussten die Anhänger der Ludwigsburger Basketballer aber lange zittern, ehe der 87:78-Sieg über die Telekom Baskets Bonn eingetütet war.

In einer umkämpften Bundesliga-Partie schwankte Ludwigsburg zwischen Höhen und Tiefen und verpasste es, die Begegnung früh zu entscheiden. Sinnbildlich für den Auftritt war die Leistung von Dwayne Evans, der zwar auf sagenhafte 23 Punkte und 13 Rebounds kam, sich aber zwei eklatante Ballverluste erlaubte. Durch den Sieg über Konkurrent Bonn macht Ludwigsburg einen großen Schritt in Richtung angestrebter Pokal-Qualifikation und auch für die Play-offs war der Triumph über Konkurrent Bonn wichtig.

Die Riesen starteten nervös, agierten oft überhastet und vergaben viele Würfe. Bonn nutzte das aus. Erst nach knapp fünf Minuten gelangen durch Spielmacher Kerron Johnson die ersten Punkte aus dem Spiel heraus.

Er verkürzte zum 6:11. Thomas Walkup legte mit einem Dreier nach. Wenig später drehten die Ludwigsburger mit einem 6:0-Lauf die Partie. Die Riesen waren nun im Spiel und hatten auch in der Defensive besseren Zugriff. Am Ende des ersten Durchgangs standen eine knappe 21:17 Führung und starke 15 Rebounds auf Ludwigsburger Seite.

Das Duell blieb umkämpft. Dank einer konzentrierten Leistung ohne Ballverlust im zweiten Abschnitt, gelang es Ludwigsburg dennoch, die Führung auszubauen. Ein 9:0-Lauf der Riesen wurde erst durch einen Dreier des Bonners Anthony Dileo zum 40:29 gestoppt. (19. Spielminute). Den Elf-Punkte-Vorsprung retteten die Gelb-Schwarzen in die Halbzeitpause (46:35).

Die zweite Hälfte startete aus Ludwigsburger Sicht perfekt. Erst traf Nationalspieler Johannes Thiemann per Dreier, als dann auch noch der starke Johnson aus der Distanz traf, wurde es laut in der Halle und Trainer John Patrick setzte ein breites Grinsen auf (52:35).

Bei Bonn lief nun gar nichts mehr zusammen. Schrittfehler häuften sich gegen die Ludwigsburger Ganzfeldverteidigung ebenso wie vergebene Freiwürfe. Bis auf 65:35 bauten die Riesen den Vorsprung aus. Nun war Bonn am Rande der Niederlage. Doch wie schon vergangenen Samstag bei der 87:94-Niederlage schafften es die Riesen nicht, das Tempo hochzuhalten und ließen nach.

Mit 68:52 ging es in den Schlussdurchgang, in dem Patrick Johnson zunächst auf der Bank ließ. Der US-Amerikaner hatte bereits vier Fouls. Die Bonner fingen sich wieder, trafen dreimal aus der Distanz und waren beim 71:61 (34.) plötzlich wieder bis auf zehn Punkte dran. Der ehemalige Ludwigsburger Martin Breunig erzielte sogar das 72:65. Das Spiel drohte endgültig zu kippen. Aber dieses Mal behielten die Riesen die Nerven, vor allem dank Evans, der nervenstark seine Freiwürfe traf.

Marco Jaisle
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