Basketball
Ludwigsburg | 14. Oktober 2017

Schlusslicht Gießen bringt die MHP-Riesen zu Fall

Der Motor der Ludwigsburger Basketballer ist gegen das Bundesliga-Schlusslicht Gießen 46ers ins Stottern geraten. Die 81:83-Niederlage beendete die stolze Serie von neun Siegen in Folge.

Kampf der Center-Giganten: Gießens John Bryant (links) gegen Johannes Thiemann. Foto: Baumann
Kampf der Center-Giganten: Gießens John Bryant (links) gegen Johannes Thiemann. Foto: Baumann

14 Sekunden waren beim Stand von 81:82 noch auf der Uhr, doch als Thomas Walkup mit seinem Versuch scheiterte und Justin Sears unterm Korb foulte, nutzten die Hessen ihren letzten Freiwurf zum 81:83-Endstand.

Ausgeglichen und mit einem kampfstarken Auftritt beider Teams ging es flott los. Der Ludwigsburger 6:0-Führung beantwortete Gießen mit einem Dreier von Darvin Hollins und sieben Punkten von John Bryant. Der bullige Center war stets anspielbar und zeigte sogar Fähigkeiten aus der Distanz. Nach dem 12:13 für Gießen nahm Riesen-Coach John Patrick die erste Auszeit.

Auch nach dem Startabschnitt (20:19) lief der Riesen-Motor nicht wirklich auf Touren. Vor allem Bryant und der überragende Max Landis (19 Punkte) hatten zu viele Freiheiten. Landis‘ Dreier und wenig später Austin Hollins markierten die 40:26-Führung für die Gäste, ehe Adika Peter-McNeilly auf 35:42 verkürzte. Bis zur Pause gestaltete das Team von Ingo Freyer den Vorsprung zweistellig (36:46). Nicht zuletzt dank einer starken Dreierquote von 50 Prozent (7 von 14), der Ludwigsburg gerade einen Dreier (11 Prozent) entgegenzusetzen hatte.

Der Kräfteverschleiß nach neun Siegen aus neun Pflichtspielen machte sich nach der Halbzeit bemerkbar, doch Ludwigsburg kämpfte mit dem Mut der Verzweiflung. Johannes Thiemann nahm einen Dreier und verkürzte auf 50:58. Gießen, das in den bisherigen drei Saisonspielen drei Niederlagen einstecken musste, ließ sich nicht aus dem Konzept bringen. Diszipliniert verwaltete das Tabellenschlusslicht geschickt die Führung.

Doch dann kam der große Auftritt des Dwayne Evans. Zweimal binnen weniger Sekunden schnappte sich der Ex-Gießener den Ball und brachte Ludwigsburg auf 57:62 heran. Fortan kannten die Riesen kein Halten mehr. Die Intensität ihrer Verteidigungsmaschine kam nicht zuletzt dank Elgin Cook voll auf Touren, Justin Sears gelang der umjubelte 71:71-Ausgleich, wenig später besorgte Cook die erste Führung (73:71) seit dem zweiten Viertel. Bis in die Crunchtime schenkten sich beide Teams nichts.

Am Sonntag spielen die Riesen in Braunschweig. Von dort geht es am Montag mit dem Bus zum Flughafen in Frankfurt, wo der Start ins nächste Champions League-Abenteuer beginnt. Bereits am Dienstag sind die Ludwigsburger beim Titelverteidiger gefordert – bei Iberostar auf Teneriffa.

andreas Steimann
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