5. Play-off-Teilnahme
Ludwigsburg | 02. Mai 2018

Wieder heißt der Gegner Bayreuth

Am letzten Hauptrundenspieltag haben die Ludwigsburger Basketballer noch einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sie auf nationalem Parkett zu den Großen zählen. Nach dem 88:79-Heimsieg gegen die Walter Tigers Tübingen treffen die MHP-Riesen als Tabellendritter im Play-off-Viertelfinale der Bundesliga auf medi Bayreuth.

Jubel mit den Fans: die Riesen erreichen zum fünften Mal in Folge die Play-offs.
Jubel mit den Fans: die Riesen erreichen zum fünften Mal in Folge die Play-offs.

„Das bedeutet, dass wir in dieser Saison mindestens sieben Spiele gegen Bayreuth absolvieren müssen“, sagte Alexander Reil nach dem Erfolg im Schwabenderby, der den Riesen einen gelungenen Hauptrundenabschluss und zum fünften Mal in Folge den Einzug in die Play-offs bescherte. „Das ist sicher nicht selbstverständlich und nach 59 Pflichtspielen ein absolut hervorragendes Ergebnis“, bilanzierte der Präsident der MHP-Riesen.

Als Dritter der Hauptrunde genießen die Ludwigsburger in Spiel 1 zunächst Heimrecht. Während die Play-off-Serie für die sechs anderen Viertelfinalisten bereits am kommenden Freitag beginnt, spielen die MHP-Riesen ihr erstes Spiel gegen Bayreuth erst am 10. Mai. Der Grund: Ludwigsburg spielt an diesem Wochenende im Finalturnier der Champions League in Athen und trifft am Freitag auf Monaco.

Die Oberfranken schlossen die reguläre Saison auf dem sechsten Tabellenplatz ab. Beide Teams sind in der laufenden Saison bereits vier Mal aufeinandergetroffen: zwei Mal in der Liga und in zwei Champions League-Viertelfinalspielen. Nun kommt es in der „Best of five“-Serie zu mindestens drei, maximal fünf weiteren Duellen.

Enttäuschende Zuschauerkulisse

Obwohl am 1. Maifeiertag nach den beiden Ludwigsburger Siegen am Freitag gegen Würzburg und am Sonntag in Bayreuth zu der für beide Teams bedeutungslosen Party nur 2800 Zuschauer in die MHP-Arena strömten, entwickelte sich zwischen den Riesen und den als Absteiger bereits feststehenden Tigers aus Tübingen ein überaus sehenswertes Derby. Riesen-Coach John Patrick gönnte seinen Guards David McCray und Adika Peter-McNeilly eine Pause, auch Rocky Trice und Jacob Wiley waren nicht mit von der Partie.

Die Gäste aus Tübingen machten von Beginn an Druck und lagen die ersten 36 Minuten – zeitweise zweistellig – in Führung. Ludwigsburg konnte die Partie erst im letzten Viertel mit einem 18:4-Zwischenspurt erfolgreich umbiegen. Mit einem wütenden Dunking eröffnete Elgin Cook beim Stand von 63:72 den Reigen und sorgte für Stimmung auf den Rängen. Adam Waleskowski, Kerron Johnson und Malik Müller legten nach. Johnson und Malik erzielten 19 ihrer insgesamt 25 Punkte in den letzten zehn Minuten, während Dwayne Evans die Barockstädter zuvor mit starken 20 Punkten und zehn Rebounds im Spiel gehalten hatte.

„Wir hatten in der Endphase der aggressiven Defense nichts entgegenzusetzen. Fünf Minuten reichten den Ludwigsburgern aus, um das Spiel zu drehen“, zollte Tübingens Trainer Mathias Fischer dem unwiderstehlichen Endspurt der Riesen Respekt.

Noch in dieser Woche soll sich entscheiden, ob Fischer die Tigers auch in der 2. Liga betreuen wird. Sein Team hatte am Ende eine starke Wurfquote von über 50 Prozent aus dem Feld vorzuweisen. Mit 14 Treffern bei 28 Dreierversuchen waren die Tigers zudem besonders aus der Distanz extrem effektiv, was die mitgereisten Fans nach einer insgesamt enttäuschenden Saison versöhnlich stimmte.

Für die Riesen aus Ludwigsburg geht die Reise auf europäischer Bühne weiter. Heute Morgen in aller Frühe startete der Tross nach Athen, wo sich das Team von John Patrick zwei Tage auf das Match gegen AS Monaco vorbereiten kann. Am Freitag um 18.30 Uhr Ortszeit wird es ernst, in der 19 000 Besucher fassenden OAKA Olympic Indoor Hall von Arthen geht um nicht weniger als den ersten internationalen Titel eines Basketballteams aus der Barockstadt.

Andreas Steimann
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