eishockey
Bietigheim-Bissingen. | 29. März 2018

Alle Zutaten für eine Endspielserie

Ein Play-off-Halbfinale, das alle Zutaten für eine Endspielserie hat: Seit Dienstagabend steht fest, dass es zwischen den Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen und den Löwen Frankfurt zu einer Neuauflage der Vorjahresfinalserie kommt.

Bleibt den Steelers erhalten: Der Vertrag mit Torhüter Ilya Sharipov wurde verlängert.Foto: Baumann
Bleibt den Steelers erhalten: Der Vertrag mit Torhüter Ilya Sharipov wurde verlängert.Foto: Baumann

Das erste von maximal sieben Duellen steigt heute Abend um 19.30 Uhr in der Bietigheimer Ege Trans-Arena, Spiel zwei ist für Ostersamstag um 19.30 Uhr in der Frankfurter Eissporthalle am Ratsweg angesetzt. Im Frühjahr 2017 erwies sich das Team aus der Mainmetropole als ein zu dicker Brocken für die Steelers, die in der DEL-2-Finalserie mit 2:4 Siegen die Segel streichen mussten.

Frankfurt geriet in dieser Saison als Hauptrundendritter zum Play-off-Start in Turbulenzen. Nach einem 0:2-Serienrückstand im Hessenderby gegen Kassel trennte man sich von Meistercoach Paul Gardner und setzte auf Sportdirektor Franz Fritzmeier, der die Löwen wieder auf Kurs brachte. Nach vier Siegen in Folge war das Halbfinale gebucht, nicht zuletzt auch dank der starken Auftritte von Stürmer C.J. Stretch, der ebenso wie Bietigheims Shawn Weller als echtes „Play-off-Monster“ gilt.

Aber nicht nur mentale Stärke ist gefordert, die Halbfinalserie wird auch zeigen, welches Team die besseren Fitnesswerte vorzuweisen hat. Denn das Programm ist unerbittlich: ab heute wird im Zwei-Tage-Rhythmus gespielt, von Erholung zwischen den Play-off-Duellen kann kaum die Rede sein.

Die Steelers dürften da also wohl noch mehr gefordert sein als im Viertelfinale gegen Heilbronn, als man bereits an die Grenzen gehen musste. Der Serienendstand von 4:1 spricht zwar eine klare Sprache, doch die Spiele waren wesentlich umkämpfter und gingen zweimal in die Verlängerung. „Es war eine schwere Serie“, atmete Steelers-Coach Kevin Gaudet nach fünf harten Derby-Duellen erleichtert auf.

Was im Halbfinale sicher besser werden muss, ist das Powerplay des Vizemeisters. „Das war in den vergangenen sechs Jahren eigentlich immer das beste der Liga“, blickt Gaudet zurück. Aktuell liegt Bietigheim jedoch nur bei einer Erfolgsquote von 6,5 Prozent – dem schwächsten Wert aller zehn Teams, die es in die Play-offs geschafft haben. Mit Dominic Auger und Marcus Sommerfeld fehlten gegen Heilbronn zunächst die beiden Quarterbacks an der blauen Linie – zwei schwer zu kompensierende Ausfälle.

Sommerfeld ist mittlerweile zuückgekehrt, dafür haben die Schwaben mit Alexander Preibisch einen weiteren verletzten Spieler zu beklagen. Der Neuzugang aus Düsseldorf, der zuletzt immer besser in Schwung gekommen war, wird aufgrund einer Handverletzung in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen.

Eine erfreuliche Nachricht gab es gestern aber auch: Torhüter Ilya Sharipov, der in der Serie gegen Heilbronn ein sicherer Rückhalt war, verlängerte seinen Vertrag mit den Steelers um ein Jahr.

Play-off-Halbfinale, 1. Spieltag

Donnerstag, 19.30 Uhr: Bietigheim Steelers – Löwen Frankfurt. – 20 Uhr: SC Riessersee – ESV Kaufbeuren.

von karl-heinz ullrich
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