Bietigheim-Bissingen | 18. September 2017

Auger sorgt für spätes Happy End

Steelers schlagen Kassel nach 1:3-Rückstand mit 4:3 nach Verlängerung

Gute Freunde kann niemand trennen: Bietigheims Shawn Weller (mit Goldhelm) und Kassels Michael Christ im Clinch.Foto: Baumann
Gute Freunde kann niemand trennen: Bietigheims Shawn Weller (mit Goldhelm) und Kassels Michael Christ im Clinch.Foto: Baumann

Große Moral bewies Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen gestern im ersten Saisonheimspiel gegen die Kassel Huskies. Trotz eines 1:3-Rückstands nach zwei Dritteln holten sich die Gastgeber noch den Sieg mit einem 4:3 nach Verlängerung.

Bereits früh in der Saison sind die Steelers einmal mehr vom Verletzungspech gebeutelt. Die Stürmer Max Lukes und Andrew McPherson fehlten bereits am Freitag bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung in Frankfurt. Gestern musste Trainer Kevin Gaudet auch noch auf seinen Kapitän Adam Borzecki verzichten.

Die erste gute Chance verzeichnete Bietigheim durch Marcus Sommerfeld, der in der 8. Minute das 1:0 auf dem Schläger hatte. Der Treffer fiel fünf Minuten später auf der Gegenseite. Braden Pimm, der schon am Freitag beim 3:1-Sieg der Huskies gegen Dresden zweimal erfolgreich war, schloss einen perfekt herausgespielten Konter über Lukas Koziol und Manuel Klinge zur Gästeführung ab.

Die Steelers hatten Pech, dass Dominic Auger im Powerplay nur den Pfosten traf (17.) und wenig später auch Tyler McNeely aussichtsreich vergab.

Das Auslassen der guten Möglichkeiten rächte sich. 2407 Zuschauer in der Ege Trans-Arena sahen in der 25. Minute das 2:0 für Kassel durch Jens Meilleur – ein Treffer, der erst nach Videobeweis Anerkennung fand. Bietigheim entwickelte jetzt mehr Druck und wirkte entschlossener.

Und gegen Ende des zweiten Drittels war der Vizemeister wieder im Spiel. Sommerfeld fand mit einem knallharten Schlagschuss im Powerplay das Ziel und ließ Huskies-Keeper Mirko Pantkowski beim 1:2 in der 35. Minute keine Abwehrchance.

Doch die kalte Dusche folgte 13 Sekunden vor der zweiten Drittelpause mit dem vermeidbaren 1:3 durch Stefan Della Rovere.

Erneut musste ein Powerplay herhalten, um Bietigheim neue Hoffnung zu geben. Matt McKnight war nach einem Pantkowski-Abpraller zur Stelle und verkürzte in der 44. Minute auf 2:3. Der Vizemeister setzte nach und in der 50. Minute durfte Neuzugang Alexander Preibisch erstmals im Steelers-Trikot jubeln. Das 3:3 sorgte wie schon am Freitag in Frankfurt für eine Zusatzschicht.

Siegtor quasi in letzter Sekunde

Und in der Verlängerung gab es das Happy End für die Schwaben, denn exakt zwei Sekunden vor Spielende netzte Auger – erneut in Überzahl – zum 4:3-Siegtreffer ein.

von karl-heinz ullrich
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