deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 13. Januar 2017

Borzeckis Forderung: Einfach schlauer spielen

Der Tabellenführer steckt im Leistungsloch: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen hat vier der vergangenen fünf Spiele verloren, doch der Kapitän lässt das große Verletzungspech der Steelers nicht als Ausrede gelten.

Routinier in der Steelers-Verteidigung: Kapitän Adam Borzecki zählt zu den Leistungsträgern. Foto: Baumann
Routinier in der Steelers-Verteidigung: Kapitän Adam Borzecki zählt zu den Leistungsträgern. Foto: Baumann

Ein punktloses Wochenende hat der Vizemeister in den vergangenen Jahren nur ganz selten mal erlebt. Jetzt war es wieder soweit: Nach der 2:4-Heimniederlage am Freitag gegen Bad Nauheim glückte Bietigheim am Sonntag beim 0:3 in Kaufbeuren nicht mal ein Treffer. „Wir hätten noch zwei Stunden spielen können und kein Tor gemacht“, zeigte sich Trainer Kevin Gaudet in der anschließenden Pressekonferenz frustriert.

Zwei Tage zuvor konnte Nauheims Coach Petri Kujala sein Glück kaum fassen: „Ich dachte schon, dieser Tag kommt nie, dass wir mal in Bietigheim gewinnen.“ Gaudet wollte seinem Team, das erneut mit nur 14 Feldspielern antreten konnte, keinen großen Vorwurf machen: „Wir waren müde im Kopf, ich habe nicht viel Energie gesehen. Der Tank ist leer.“

Steelers-Kapitän Adam Borzecki räumt ein, dass es mit dem kleinen Kader derzeit schwer sei, „das soll aber keine Ausrede sein, auch wenn uns beispielsweise mit Justin Kelly der beste Spieler der Liga fehlt.“ Der Routinier fordert, konzentrierter zu arbeiten und auf die Kleinigkeiten zu achten, die den Unterschied ausmachen würden. „Wenn wir schon so einen kleinen Kader haben, müssen wir einfach schlauer spielen“, sagt Borzecki, der mit 25 Scorerpunkten Platz drei der Verteidigerwertung in der DEL 2 einnimmt.

Bei der Personalsituation deutet sich eine leichte Entspannung an. Nachdem in Kaufbeuren Verteidiger Andreas Schwarz wieder mit von der Partie war, könnten an diesem Wochenende die Stürmer Frederik Cabana und Shawn Weller aufs Eis zurückkehren. „Wir dürfen sie aber mit Blick auf die Play-offs auch nicht zu früh einsetzen“, mahnt Gaudet.

Gespannt sein dürfen die Steelers-Fans auf den ersten Auftritt von Rückkehrer Marcel Rodman, der zu Wochenbeginn von den Dresdner Eislöwen ins Ellental geholt wurde und die vierte Kontingentstelle besetzt.

Die Tabellenführung behielten die Steelers nur deshalb, weil sich auch Verfolger Frankfurt Ausrutscher gegen die Kellerkinder Heilbronn (2:3 nach Verlängerung) und Crimmitschau (2:3) leistete. Die zwei Punkte Vorsprung wollen die Schwaben heute im Heimspiel (19.30 Uhr, Ege Trans-Arena) gegen die Starbulls Rosenheim und am Sonntag um 17 Uhr im Derby beim Erzrivalen Heilbronner Falken verteidigen. Doch Vorsicht: Heilbronn hat mit dem Erfolg in Frankfurt und dem folgenden 2:0-Heimsieg gegen Ravensburg seinen Aufwärtstrend bestätigt.

von karl-heinz Ullrich
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