Eishockey
Ludwigsburg | 05. April 2017

Den Steelers fehlt ein Sieg zum Finaleinzug

Der SC Bietigheim-Bissingen hat gestern auch das dritte Spiel der Play-off-Halbfinalserie der DEL 2 gewonnen. Die Steelers setzten sich nach Verlängerung mit 2:1 gegen Kaufbeuren durch.

Kampf um den Puck: Justin Kelly ( Steelers) gegen Daniel Oppolzer vom ESV Kaufbeuren (rechts).Foto: Baumann
Kampf um den Puck: Justin Kelly ( Steelers) gegen Daniel Oppolzer vom ESV Kaufbeuren (rechts).Foto: Baumann

Nur 2856 Zuschauer sind gestern in die Ege-Trans Arena gekommen. Dabei gab es dort ein Eishockey-Drama mit Überlänge zu sehen. Im Spiel drei der Play-off-Halbfinalserie der DEL 2 setzte sich der SC Bietigheim-Bissingen mit 2:1 nach Verlängerung gegen den ESV Kaufbeuren durch.

Es war eine Begegnung auf Augenhöhe, mit viel Kampf und Leidenschaft, aber wenig Toren. Am Freitag um 19.30 Uhr kommt es in Kaufbeuren zum vierten Duell der Best-of-Seven-Serie. Mit einem Sieg können die Steelers das Finalticket lösen.

Das Spiel startete mit Vorteil für die Gäste. Nach wenigen Sekunden musste Steelers Keeper Sinisa Martinovic das erste Mal eingreifen, als er den Schuss von Denis Paffengut parierte. Kurz darauf krachte ein Abschluss von Simon Schütz an den Pfosten, während Bietigheims Justin Kelly auf der Strafbank saß. Erst nachdem Kelly wieder mit an Bord war, wurden die Steelers gefährlich. Eben Kelly startete einen Sololauf, bei dem er sogar den starken Gäste-Goalie Stefan Vajs umkurvte. Beim Versuch, den Puck dann auch noch im eigentlich schon leeren Tor unterzubringen, scheiterte er in der sechsten Minute. Gegen Ende des Drittels machte Bietigheim richtig Druck. Der ersehnte Führungstreffer blieb aber aus.

Das gleiche Bild im zweiten Durchgang. Die Steelers machten das Spiel, Kaufbeuren konterte, meist gefährlich und in der 32. Minute auch mit Erfolg: Michael Fröhlich spielte auf Florin Ketterer, der verwandelte. Begünstigt wurde der Treffer durch die Strafzeit, die Bietigheims Kapitän Adam Borzecki absitzen musste.

Die Bietigheimer ließen sich vom Rückstand nicht beeindrucken und spielten weiter nach vorne. Der Ausgleich durch Andreas Schwarz lag drei Minuten später in der Luft. Doch der Puck war nicht im Tor, wie der Videobeweis ergab, den Steelers-Coach Kevin Gaudet nachdrücklich gefordert hatte.

Den Schlussdurchgang starteten die Steelers furios. Aber Frédérik Cabana und Weller ließen beste Gelegenheiten aus. In der 46. Minute war es dann soweit. Ein Schuss von Matt McKnight prallte von Vajs‘ Oberkörper ab – Weller war zur Stelle und machte den Ausgleich, der durch den Videobeweis bestätigt werden musste. Kaufbeuren hatte auf hohen Stock reklamiert.

Die Schlussphase wurde zum offenen Schlagabtausch, Tore blieben aus. Es ging in die Verlängerung. Hier ging es fast 14 Minuten hin und her. Bis McKnight den Nervenkitzel beendete.

Marco Jaisle
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