Eishockey
Bietigheim-Bissingen | 14. Oktober 2017

Geduldige Steelers spät belohnt

Der SC Bietigheim Bissingen hat die Bayreuth Tigers nach zähem Ringen mit 2:0 (0:0, 0:0, 2:0) besiegt und behauptet somit die Tabellenführung in der zweiten Deutschen Eishockey-Liga.

Benjamin Zientek (rechts) und seine Steelers lieferten sich mit den Bayreuth Tigers bis zum Ende einen harten Kampf..Foto: Baumann
Benjamin Zientek (rechts) und seine Steelers lieferten sich mit den Bayreuth Tigers bis zum Ende einen harten Kampf..Foto: Baumann

Lange steht es beim Spiel der Steelers gegen Bayreuth 0:0 – bis Shawn Weller vier Minuten vor Schluss den Bann bricht und die Bietigheimer zur verdienten Führung schießt. Am Ende gewinnen die Steelers mit 2:0.

Zehn torlose Minuten waren bereits gespielt, da ertönte die Torsirene erstmals. Lauter Jubel schallte durch die Ege Trans-Arena und selbst auf dem Videowürfel leuchtete schon ein langgezogenes „Tor“. Doch die Freude kam verfrüht: Steelers-Angreifer Norman Hauner verfehlte aus kürzester Distanz das beinahe leere Tor und verpasste die bis dahin verdiente Führung der Hausherren. Zuvor hatten bereits Shawn Weller und Benjamin Zientek gute Möglichkeiten, die Tigers-Defensive um den starken Schlussmann Tomas Vosvrda zu knacken.

Die Gäste aus Bayreuth stemmten sich in der Folge gegen den immer größer werdenden Druck der Bietigheimer, die in ihrer stärksten Drangphase gegen Ende des ersten Drittels Chance um Chance erspielten, aber den Puck nicht über die Linie bekamen. Im zweiten Drittel waren es dann die Tigers, die besser aus der Kabine kamen und beinahe einen ihrer gefährlichen Konter zur Führung einnetzten. Doch Keeper Sinisa Martinovic entschärfte gleich mehrfach binnen weniger Sekunden.

Es dauerte bis zur zweiten Hälfte des zweiten Spielabschnitts, ehe die Steelers wieder an ihre Stärke aus dem ersten Durchgang anknüpften. Doch auch dem größer werdenden Druck der Gastgeber hielt der Defensivriegel der Tigers stand. In einem zunächst ereignisarmen Schlussdrittel wachten die Steelers spät auf. Angepeitscht vom Großteil der 2072 Zuschauer in der EG Trans-Arena lenkte Shawn Weller einen Pass aus dem Zentrum von Dominic Auger geschickt um den machtlosen Vosvrda ins Netz. In den letzten Minuten schaffte es dann Steelers-Keeper Martinovic trotz Unterzahl seines Teams seinen Kasten sauber zu halten. Acht Sekunden vor Ende machte Matt McKnight den Sack mit einem Schuss auf das leere Tor zu und sorgte für den umjubelten 2:0-Endstand.

Philipp Böhl
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