deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 27. Januar 2017

Kellys Comeback in Sichtweite

Im Frühjahr vergangenen Jahres während der Play-off-Finalserie gegen Kassel erwischte es Justin Kelly. Den Spielmacher der Steelers setzte eine Gehirnerschütterung außer Gefecht. Nach langer Leidenszeit ist jetzt das Comeback in Sicht.

Wieder fit nach seiner Gehirnerschütterung: Steelers-Spielmacher Justin Kelly.Foto: Baumann
Wieder fit nach seiner Gehirnerschütterung: Steelers-Spielmacher Justin Kelly.Foto: Baumann

Prognosen über den Heilungsprozess sind bei derartigen, für den Eishockeysport nicht untypischen Verletzungen schwer abzugeben. Von einem Tag auf den anderen kann sich das Befinden verändern. „Das ist wie eine Wundertüte“, stellte Bietigheims Trainer Kevin Gaudet noch vor einigen Wochen fest.

Inzwischen ist man beim Zweitliga-Tabellenführer zuversichtlich, dass man den kanadischen Stürmer demnächst wieder bei einem Ligaspiel im Steelers-Trikot auf dem Eis sehen wird. „Es sieht sehr gut aus. Es gibt eigentlich keine Probleme mehr“, teilte Gaudet mit. Mitte Februar, so vermutet der Coach, könnte es dann mit dem Comeback so weit sein.

Anfang des Jahres ist der 1,93 m große Kelly wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und steht jeden Tag auf dem Eis. Zuvor hatte er im kanadischen Vancouver mit der Reha begonnen und anschließend in Bietigheim im Kraftraum gearbeitet, begleitet von Steelers-Fitnesstrainerin Robin Niderost.

Mit der Rückkehr von Justin Kelly würde der qualitativ ohnehin schon sehr gut besetzte Kader des Vizemeisters noch einmal aufgewertet. Der 35 Jahre alte Stürmer spielte bereits von 2007 bis 2010 für die Steelers, wurde 2009 gemeinsam mit den ebenfalls immer noch in Bietigheim spielenden Sinisa Martinovic und Rene Schoofs Meister, und durfte sich 2010 mit der Auszeichnung „Spieler des Jahres“ in der damaligen 2. Bundesliga schmücken.

Nach Abstechern unter anderem in die Deutsche Eishockey-Liga (Düsseldorf und Krefeld) zog es den im kanadischen Abbotsford geborenen Kelly 2014 zurück ins Ellental. 2016 wurde er dann zum zweiten Mal als „Spieler des Jahres“ in der zweithöchsten deutschen Spielklasse gewürdigt.

Wenn Kelly wieder auf dem Mannschaftsbogen auftaucht, haben die Steelers ein Luxusproblem. Dann stehen nämlich mit Matt McKnight, David Wrigley, Shawn Weller, David Rodman und eben Justin Kelly fünf Kontingentspieler im Kader, von denen jeweils nur vier eingesetzt dürfen. „Rodman haben wir kürzlich zur Absicherung nachverpflichtet, weil wir ja nicht wissen, wie es mit Kelly läuft“, erklärte Gaudet.

An diesem Wochenende muss Bietigheims Trainer jedenfalls noch keine Entscheidung hinsichtlich der Ausländer treffen. Im heutigen Heimspiel gegen den Tabellensechsten Lausitzer Füchse (19.30 Uhr, Ege Trans-Arena) und am Sonntag beim Gastspiel in Ravensburg (18.30 Uhr) soll Platz eins verteidigt werden.

von karl-heinz ullrich
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