Deutsche Eishockeyliga 2
Frankfurt | 05. April 2018

Marcus Sommerfeld schießt die Löwen ab

Der SC Bietigheim-Bissingen hat sich in der Deutschen Eishockeyliga 2 eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit einem 4:1-Auswärtssieg bei den Löwen Frankfurt glichen die Steelers im Halbfinale der Play-offs auf 2:2-Siege aus. Mann des Spiels, Marcus Sommerfeld, traf gleich dreimal.

Jubel über den Auswärtssieg: Matt Mcknight (links) und Torjäger Marcus Sommerfeld von den Bietigheim Steelers. Foto: Hübner
Jubel über den Auswärtssieg: Matt Mcknight (links) und Torjäger Marcus Sommerfeld von den Bietigheim Steelers. Foto: Hübner

Zum dritten Mal an diesem Tag riss Marcus Sommerfeld seine Hände in die Luft. Zum dritten Mal hatte er just den Puck ins Netz befördert. Doch nach diesem Treffer war die Erleichterung wohl noch größer, schließlich war mit dem letzten Treffer, dem 4:1, klar, dass die Steelers als Gewinner vom Eis gehen werden.

Steelers-Trainer Kevin Gaudet setzte schon vor der Partie ein Zeichen und stellte zwischen den Pfosten Routinier Sinisa Martinovic anstelle von Ilya Sharipov auf. Beim 4:6 in Spiel drei vor zwei Tagen hatte Sharipov innerhalb von 20 Minuten fünfmal hinter sich greifen müssen.

Martinovic sah bereits nach drei Minuten, wie der Puck das erste Mal an ihm vorbeistreifte, jedoch zu seinem Glück wieder von der Latte zurückprallte. Ansonsten starteten aber die Bietigheimer besser in die Partie. Justin Kelly setzte sich auf engem Raum durch, legte auf Sommerfeld ab und der versenkte die Scheibe trocken ins Kurze Eck (6. Minute).

Bis dahin schläfrige Löwen waren nun voll da – und auch der Großteil der 5567 Zuschauer in der Eissporthalle. Zunächst scheiterte zwar noch Brett Breitkreuz an Martinovic, wenige Sekunden Später sah der 37-jährige Keeper allerdings nicht mehr ganz so gut aus. Einen Schuss von Patrick Jarrett ließ er über den Schoner fallen. Danach sah er auf dem Rücken liegend, wie die Scheibe an seinem Kopf vorbei über die Torlinie glitt (9.).

Nach der ersten Drittelpause zeigten die Grün-Weißen, was sie auch in den vergangenen Spielen auszeichnete: das starke Powerplay. In Überzahl traf nach drei Minuten erneut Sommerfeld nach Vorlage von Matt McKnight. Diesmal setzte die Nummer 13 der Bietigheimer seinen Schlagschuss direkt ins lange Eck (23.). Vier Minuten später spielte Freddy Cabana die Scheibe von hinter Tor in die Gefahrenzone, Benjamin Zientek schaltete am schnellsten und schoss sogar zum 3:1 ein (27.). In der Folge ließen es die Steelers gemächlich angehen. Frankfurt kam indes nur selten zu Großchancen. Bei diesen war Martinovic zur Stelle und machte seinen kleinen Fauxpas vom 1:1 wieder wett.

Auch im Schlussdrittel besannen sich die Bietigheimer auf ihre Defensive. Dennoch war Martinovic nach einem starken Solo von C.J. Stretch gefordert, im Gegenzug verpasste Tyler McNeely die Vorentscheidung (45.). Neun Minuten vor dem Ende wurde es erstmals hitzig. Das Offensiv-Duo Weller und McNeely legte sich mit Mike Card und Pawel Dronia an. Alle vier mussten auf die Strafbank.

Nach brenzligen Situationen, die Martinovic allesamt vereiteln konnte, setzte Sommerfeld seinem ohnehin schon starken Tag die Krone auf. Nach Querpass von Cabana traf er aus spitzem Winkel ins leere Tor (58.) zum 4:1-Endstand. Schon morgen treffen die Bietigheimer in der Ege Trans Arena in Spiel 5 der Serie erneut auf die Löwen (19.30 Uhr).

Philipp Böhl
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige