Deutsche Eishockeyliga 2
Bietigheim-Bissingen | 20. Januar 2018

McPherson weckt die Steelers auf

Die Bietigheim Steelers haben in der zweiten Eishockey Liga die Eispiraten Crimmitschau mit 3:0 geschlagen. Andrew McPherson nutzte besondere Mittel, um seine Mannschaft aufzuwecken.

Rene Schoofs (links) beim eleganten Versuch, für die Steelers zu treffen. Foto: Baumann
Rene Schoofs (links) beim eleganten Versuch, für die Steelers zu treffen. Foto: Baumann

Erstaunliche Stille herrschte in den ersten 30 Sekunden beim Spiel des SC Bietigheim-Bissingen gegen die Eispiraten Crimmitschau in der DEL2 – womöglich auch aufgrund des Schiedsgerichtsentscheids Tags zuvor, durch den eine Aufstiegsregelung zwischen erster und zweiter Liga in weite Ferne gerückt ist.

Trotzdem legten die Steelers stark los und verpassten schon nach 15 Sekunden die Führung, nach sieben Minuten hätte der Gast aus Crimmitschau die Bietigheimer jedoch beinahe kalt erwischt, ein Schuss von der Blauen Linie prallte aber von der Latte ab. Eine Co-Produktion der drei besten Bietigheimer Scorer ließ dann die Zuschauer jubeln: Matt McKnight und Tyler McNeely legten für Shawn Weller auf, der in Überzahl vollendete (12. Minute).

Noch vor Ende des ersten Drittels erhöhte Marcus Sommerfeld im zweiten Powerplay des Spiels auf 2:0. Zuvor verpasste Dominic Auger aus kurzer Distanz das Tor. Nachdem der Puck auf Umwegen zu ihm zurückkam, legte er für Sommerfeld auf.

Im zweiten Durchgang ließen es die Steelers etwas ruhiger angehen. Dennoch kamen beide Teams zu guten Chancen, bestes Beispiel hierfür: In der 30. Minute verpasste erst Sommerfeld die Chance zum Doppelpack, im Gegenzug setzte Vincent Schlenker für die Sachsen einen strammen Schuss an die Latte. Schluss mit der Besinnlichkeit war dann gleich im Schlussdrittel: Andrew McPherson geriet mit Crimmitschaus Willi Weber aneinander und war kaum mehr zu halten, warf, bereit für einen Faustkampf, sogar seinen Helm aufs Eis, konnte aber noch gebändigt werden. Erneut in Überzahl netzte dann McKnight nur Sekunden darauf zum umjubelten 3:0 in nun hitziger Atmosphäre ein – scheinbar hatte McPherson sein Team wieder aufgeweckt. Bis zum Spielende bejubelten die Steelersfans den Tabellenführer und besonders McPherson, der seine Fehde mit Weber von der Strafbank wild gestikulierend aus weiterführte.

Philipp Böhl
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