Bietigheim-Bissingen | 14. März 2018

Spektakel mit Happy End für die Steelers

Zum Play-off-Auftakt bezwingt Bietigheim im Derby die Heilbronner Falken mit 5:4 nach Verlängerung

Heißer Kampf: Die Steelers mit Max Lukes (grün) gegen die Heilbronner Falken mit Dennis Palka (l.). Foto: Baumann
Heißer Kampf: Die Steelers mit Max Lukes (grün) gegen die Heilbronner Falken mit Dennis Palka (l.). Foto: Baumann

Play-off-Spektakel ohne Schnörkel und mit neun Toren: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen hat gestern Abend mit dem 5:4-Sieg nach Verlängerung gegen die Heilbronner Falken den ersten Schritt Richtung Halbfinale gemacht. Das zweite Derbyduell von maximal sieben steigt am Freitag um 20 Uhr in Heilbronn.

Rechtzeitig zum Start der Play-offs meldeten sich die Verteidiger Bastian Steingroß und Max Prommersberger sowie die Stürmer Rene Schoofs und Max Lukes wieder einsatzbereit. Weiter verzichten musste Trainer Kevin Gaudet dagegen auf die noch verletzten Spieler Benjamin Zientek und Marcus Sommerfeld.

Auf der Torhüter-Position wurde gestern das bis zuletzt gehütete Geheimnis gelüftet: Ilya Sharipov erhielt das Vertrauen als Nummer eins in den Play-offs.

Vor 3155 Zuschauern in der nicht ausverkauften Ege Trans-Arena verpassten die Falken die frühe Führung durch Justin Kirsch, der frei vor Sharipov auftauchte, aber am Keeper scheiterte (4. Minute). Die kalte Dusche erfolgte vier Minuten später, als Kirsch trotz Unterzahl ein Solo hinlegte, durch die Reihen der Steelers marschierte und zum 0:1 abschloss.

Bietigheim reagierte mit wütenden Attacken und hatte in der 15. Minute Erfolg: Justin Kelly entdeckte die Lücke und glich zum 1:1 aus. Ein Treffer, der erst nach Videobeweis Anerkennung fand. Die Steelers suchten weiter ihre Chance und sorgten in der 23. Minute für Begeisterung auf den Rängen, als Lukes mit einem präzisen Schuss die 2:1-Führung glückte.

Heilbronn geriet nun gewaltig unter Druck, löste sich jedoch aus der Umklammerung und markierte nach 30 Minuten das 2:2 durch Kevin Lavallee. Die Freude der Falken währte nur eine Minute, bis Tyler McNeely den Vizemeister wieder in Führung gebracht hatte. Im Powerplay waren dann die stabil wirkenden Heilbronner wieder erfolgreich: Das 3:3 fiel 47 Sekunden vor Drittelende durch Jordan Heywood.

Eine doppelte Überzahl zu Beginn des dritten Drittels nutzten die Falken eiskalt zum 4:3 durch Kirsch in der 42. Minute. Doch auch die Steelers bewiesen Comeback-Qualitäten mit dem 4:4-Ausgleich durch Norman Hauner in der 55. Minute.

Es ging in die Verlängerung, in der Alexander Preibisch nach drei Minuten zum umjubelten Matchwinner wurde und den Steelers den ersten von vier nötigen Siegen bescherte.

von karl-heinz ullrich
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