deutsche eishockey-liga 2
Bietigheim-Bissingen | 31. März 2018

Stabile Steelers entzaubern Meister

Konsequent im Defensivverhalten, kaltschnäuzig im Abschluss: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen hat zum Auftakt der Play-off-Halbfinalserie gegen die Löwen Frankfurt Stärke demonstriert und dem DEL-2-Meister eine erste Lektion erteilt.

Zweifacher Torschütze: Freddy Cabana (rechts) gewinnt den Zweikampf gegen den Frankfurter Dominic Tiffels.Foto: Baumann
Zweifacher Torschütze: Freddy Cabana (rechts) gewinnt den Zweikampf gegen den Frankfurter Dominic Tiffels.Foto: Baumann

In der Neuauflage des letztjährigen Finalduells behielten die Steelers am Gründonnerstag verdientermaßen mit 5:2 die Oberhand und gingen in der Best-of-seven-Serie mit 1:0 in Führung. Über Ostern wird es zwei weitere Vergleiche geben: Heute um 19.30 Uhr in der Mainmetropole und am Montag um 17 Uhr dann wieder in der Ege Trans-Arena.

Gleich mehrere Spieler der Schwaben, die verletzungsbedingt auf Dominic Auger, Alexander Preibisch und Kodi Schwarz verzichten mussten, drückten Spiel eins der Halbfinalserie ihren Stempel auf. Zum einen Torhüter Ilya Sharipov, der seinen Vertrag beim Vizemeister verlängert hat und von den Steelers-Fans unter den 3013 Zuschauen mehrfach mit Sprechchören gefeiert wurde.

Der 23-Jährige, der schon im Viertelfinale gegen Heilbronn einen stabilen Eindruck hinterließ, holte sich dann auch das Lob des Trainers ab. „Er hat ein paar wichtige Saves gemacht, das hat uns das Momentum gebracht“, sagte Kevin Gaudet.

Der Kanadier durfte sich auch über seine beiden Doppeltorschützen freuen. Freddy Cabana brachte Bietigheim mit seinen Treffern in die Spur. Beim 1:0 in der 19. Minute nutzte der Routinier im Powerplay nach Sommerfelds Schuss einen Abpraller und beim 2:0 in der 26. Minute düpierte er Löwen-Keeper Antti Karjalainen.

Nach dem Anschlusstreffer von Brett Breitkreuz (27. Minute) rückte Norman Hauner in den Blickpunkt. Der Steelers-Stürmer profitierte beim 3:1 in der 32. Minute von Justin Kellys Traumpass und sorgte beim 4:1 für Maßarbeit. Der Treffer nach 54 Sekunden im dritten Drittel fand erst nach Sichtung der Videoaufnahmen durch die Schiedsrichter Anerkennung. Kelly, der nach seiner langen Verletzungspause immer stärker wird, beseitigte mit dem 5:1 nach 50 Minuten letzte Zweifel am Heimsieg.

Lucas Dumont verkürzte in Überzahl noch auf 2:5 für die Frankfurter, die sich mit einigen unsauberen Aktionen im Schlussdrittel den Unmut des Publikums zuzogen. Nils Liesegang und Pawel Dronia handelten sich dabei wegen Checks gegen den Kopf Disziplinarstrafen ein. Die Leidtragenden waren die Steelers-Angreifer Marcus Sommerfeld und Rene Schoofs.

Löwen-Coach Franz Fritzmeier war am Ende bedient: „Wir haben im Aufbauspiel zu viele Fehler gemacht und in der eigenen Zone geschlafen.“

von karl-heinz ullrich
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