eishockey
bietigheim-bissingen | 29. Dezember 2017

Steelers arbeiten weiter an Rückkehr zur Souveränität

Beim Tabellenführer läuft noch nicht alles rund. Zwei Tage nach der Niederlage gegen Freiburg bezwang Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen die Ravensburg Towerstars gestern mit 3:2 nach Verlängerung, verspielte dabei aber zunächst eine 2:0-Führung.

Alles unter Kontrolle: Freddy Cabana (Steelers, links) gegen Sören Sturm.Foto: Baumann
Alles unter Kontrolle: Freddy Cabana (Steelers, links) gegen Sören Sturm.Foto: Baumann

Beim Vizemeister fehlte neben Justin Kelly und Norman Hauner gestern auch Stürmer Tyler McNeely, der nach seiner dritten Disziplinarstrafe gesperrt war. Die Steelers hatten am zweiten Weihnachtsfeiertag beim 4:5 nach Verlängerung gegen die Freiburger Wölfe die erste Saison-Heimniederlage kassiert – nach zuvor 13 Erfolgen am Stück auf eigenem Eis.

Im Tor der Bietigheimer gab es nach dem Freiburg-Spiel wieder einen Wechsel – Trainer Kevin Gaudet brachte Sinisa Martinovic für Ilya Sharipov. Auf der Gegenseite war Ravensburgs Keeper Jonas Langmann in der 12. Minute erstmals geschlagen, als Steelers-Verteidiger Kodi Schwarz nach Zuspiel von Rene Schoofs zur 1:0-Führung traf, die schließlich nach Videobeweis auch Anerkennung fand. Die leichten Vorteile, die sich der Tabellenführer im ersten Drittel erarbeitet hatte, wurden somit belohnt.

Bietigheim war auch im zweiten Spielabschnitt vor 3366 Zuschauern in der Ege Trans-Arena das agilere Team und kam folgerichtig zum zweiten Treffer in der 24. Minute. Mit einem präzisen Pass war Shawn Weller entscheidend am 2:0 durch Schoofs beteiligt, der frei vor Langmann eiskalt blieb. Der Gäste-Torhüter verhinderte mit starken Paraden einen höheren Rückstand der Towerstars. Die beste Chance der Ravensburger vergab David Zucker in der 37. Minute, als er an Martinovic scheiterte.

Die Gäste kamen wild entschlossen aus der zweiten Pause und erzwangen in den Schlussminuten noch die Verlängerung. Brian Roloff verkürzte vier Minuten vor Schluss nach einem Fehler im Spielaufbau der Steelers auf 1:2 und 61 Sekunden vor Drittelende traf der Ex-Bietigheimer Robin Just zum 2:2. Im Powerplay erlöste dann Topscorer Matt McKnight die Gastgeber mit seinem Siegtreffer zum 3:2 in der Overtime. Das letzte Spiel im alten Jahr führt die Steelers am Samstag nach Sachsen. Um 17 Uhr beginnt das Match bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser.

von karl-heinz ullrich
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