deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 26. April 2017

Steelers bleibt die Vizemeisterschaft

Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen hat gestern noch einmal die letzten Kraftreserven mobilisiert, doch für einen Showdown um die Meisterschaft am Freitag gegen die Löwen Frankfurt reichte es nicht.

Das 1:0 für Frankfurt: Steelers-Torhüter Sinisa Martinovic war nach dem Schuss von Maximilian Gläßl geschlagen.Foto: Hübner
Das 1:0 für Frankfurt: Steelers-Torhüter Sinisa Martinovic war nach dem Schuss von Maximilian Gläßl geschlagen.Foto: Hübner

Im sechsten Spiel der Best-of-seven-Finalserie unterlagen die Steelers bei den Löwen Frankfurt mit 2:5, die sich mit 4:2-Siegen den Zweitliga-Titel sicherten und am späten Abend die große Meisterparty in der Mainmetropole starteten.

Die Löwen drückten vor 7000 Zuschauern in der ausverkauften Eissporthalle am Ratsweg von Beginn an mächtig aufs Tempo, doch die Steelers verteidigten unaufgeregt und solide. Auch eine Strafe gegen Dominic Auger nach zehn Minuten überstand das Team von Trainer Kevin Gaudet, das erneut ohne Freddy Cabana, David Wrigley und Marcus Sommerfeld auskommen musste, unbeschadet.

Frankfurt reklamierte auch im zweiten Drittel die größeren Spielanteile für sich, doch Bietigheim setzte immer wieder Nadelstiche. Justin Kelly verpasste in der 27. Minute frei vor Löwen-Keeper Brett Jaeger die Führung und fast im Gegenzug jubelten plötzlich die Hessen: Maximilian Gläßl traf aus kurzer Distanz, Sinisa Martinovic war machtlos. Drei Minuten später stand es bereits 2:0. Der Treffer von Lukas Laub, der sein viertes Finaltor erzielte, wurde allerdings erst nach Videobeweis durch Schiedsrichter Ralph Bidoul gegeben.

Die Steelers zeigten sich kurz geschockt, schüttelten sich aber und hatten im Powerplay Erfolg. Shawn Weller verkürzte in der 36. Minute auf 1:2 und nährte die Hoffnungen der Gäste, bei denen Kelly kurz vor der zweiten Pause noch eine höchst überflüssige Strafe kassierte.

Die überstand Bietigheim, doch in der 44. Minute schlug Frankfurt erneut zu. Zunächst traf Christoph Gawlik nur den Pfosten, doch der Nachschuss fand sein Ziel zum 3:1. Die Steelers bäumten sich noch einmal auf, aber in der 52. Minute sorgte Brett Breitkreuz mit dem 4:1 endgültig für Ernüchterung bei den Schwaben. Nils Liesegang erhöhte in der 57. Minute auf 5:1, bevor Weller in der 59. Minute den Schlusspunkt setzte.

von karl-heinz ullrich
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