Deutsche Eishockey-Liga 2
Bietigheim-Bissingen. | 24. März 2018

Steelers buchen Halbfinal-Ticket

Das Play-off-Derby ist seit gestern Abend Geschichte: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen holte sich mit dem 5:2 den vierten und entscheidenden Sieg gegen die Heilbronner Falken und machte den Halbfinaleinzug klar.

Erneut ein umkämpftes Derby: Bietigheims Alexander Preibisch (links) geht gegen Christoph Eckl dem Puck nach. Foto: Baumann
Erneut ein umkämpftes Derby: Bietigheims Alexander Preibisch (links) geht gegen Christoph Eckl dem Puck nach. Foto: Baumann

Beim ersten von maximal sieben Spielen genießen die Steelers an Gründonnerstag Heimrecht. Der Gegner steht allerdings noch nicht fest.

Mit Stürmer Freddy Cabana, der nach seiner zweiten Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrt war, und dem noch verletzten Verteidiger Dominic Auger wurden auf Seiten der Steelers zwei Leistungsträger schmerzlich vermisst. Dafür kehrte Youngster Benjamin Zientek aufs Eis zurück und absolvierte gestern sein erstes Play-off-Spiel in dieser Saison.

Nach nur 48 Sekunden stand die Ege Trans-Arena erstmals Kopf, als Shawn Weller einen Abpraller zur frühen Führung verwertete. Den Schuss von Bastian Steingroß hatte Falken-Keeper Marcel Melichercik zuvor nicht unter Kontrolle bringen können. Bietigheim hatte die Partie danach zwar im Griff, ließ aber einmal mehr zu viele erstklassige Torchancen liegen, so dass Heilbronn weiter atmete.

Im zweiten Drittel entwickelte sich vor 4009 Zuschauern ein Abnutzungskampf mit hoher Intensität, in dem die Steelers ihre spielerischen Vorteile immer wieder zur Geltung bringen konnten. So war das 2:0 durch Norman Hauner in der 26. Minute durchaus verdient. Der Stürmer überlistete Melichercik aus spitzem Winkel.

Eine nahezu perfekte Kombination führte in der 39. Minute zum 3:0. Justin Kelly und Max Lukes hatten den Treffer vorbereitet, der nach der Saison zum Oberligisten EC Peiting wechselnde Verteidiger Rob Brown vollendete. Zuvor hatte Bietigheim mehrfach in Unterzahl die Übersicht behalten und blieb auch dank der Paraden des immer stärker werdenden Keepers Ilya Sharipov ohne Gegentor.

In der 43. Minute vergab Weller einen Penaltyschuss und im Gegenzug war Heilbronn plötzlich wieder im Spiel, als Jordan Heywood auf 1:3 verkürzte. Ein Tor, das den Falken sichtlich Auftrieb gab, die in der 47. Minute durch Topscorer Brandon Alderson auf 2:3 stellten.

Die Nerven wurden in der 50. Minute etwas beruhigt, als Marcus Sommerfeld nach Pass von Kelly das 4:2 für den Vizemeister markierte. Als der Heilbronner Brad Ross vier Minuten vor Ende wegen Bandenchecks eine Spieldauerstrafe kassierte, war das Match zugunsten der Steelers entschieden. Im Powerplay setzte Weller in der 58. Minute dann den Schlusspunkt zum 5:2.

von karl-heinz ullrich
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