Deutsche Eishockey Liga 2
Bietigheim-Bissingen | 13. Januar 2018

Steelers eiskalt gegen das Schlusslicht

Bietigheim schlägt die Bayreuth Tigers deutlich – Dominic Auger und Tyler McNeely harmonieren in Überzahl

Alexander Preibisch (links) im Kampf um den Puck mit dem Bayreuther Marvin Neher. Foto: Baumann
Alexander Preibisch (links) im Kampf um den Puck mit dem Bayreuther Marvin Neher. Foto: Baumann

Der SC Bietigheim-Bissingen hat in der Deutschen Eishockeyliga 2 die Bayreuth Tigers mit 5:2 geschlagen und behauptet somit die komfortable Führung an der Spitze der DEL 2.

Vor der Partie gegen den Tabellenletzten in der Ege Trans-Arena hatte Steelers-Trainer Kevin Gaudet gewarnt, seine Mannschaft bräuchte womöglich eine besondere Motivation, wenn sie als Spitzenreiter gegen das Schlusslicht aufs Eis geht. Gerade in den ersten fünf Minuten war von dieser besonderen Motivation allerdings wenig zu sehen. Stattdessen verfehlte Sergej Stas knapp die Führung für den Außenseiter.

Danach war Bietigheim aber, scheinbar durch Stas’ Fehlschuss aufgeweckt, tonangebend. Fünf Sekunden in Überzahl reichten, um durch Dominic Auger an dessen 41. Geburtstag nach Vorlage von Tyler McNeely das 1:0 zu erzielen (6. Minute). Nur eine Minute später folgte die nächste Strafe für Bayreuth – und wieder waren die Gastgeber eiskalt. Diesmal ließen sich McNeely und Auger sieben Sekunden Zeit, um auf 2:0 zu erhöhen – jedoch waren die Rollen anders verteilt und McNeely vollendete auf Augers Assist.

Im zweiten Drittel holten erneut die Tigers die Steelers aus dem Tiefschlaf – nun aber mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 nach etwas mehr als einer Minute durch Eric Chouinard. Shawn Weller hatte die passende Antwort parat und erhöhte direkt im Anschluss auf 3:1 (23.). In der Folge war das Spiel ausgeglichen. Auf Seiten der Steelers tat sich in dieser Phase Keeper Sinisa Martinovic hervor, der mehrfach den Szenenapplaus von den 2225 Zuschauern für seine Paraden einheimste. Kurz vor Drittelende traf Matt McKnight noch zum 4:1 und machte damit den Sack zu (37.).

Im Schlussdrittel traf Leon Müller sogar zum 5:1 (51.). Es war sein erstes Tor für die Steelers, was noch lange nach der Partie, genau so wie Augers Ehrentag, besonders gefeiert wurde. Der neue Spielstand war jedoch noch nicht einmal ausgerufen, da verkürzte Andreas Geigenmüller zum 2:5-Endstand (52.).

Bereits morgen (17 Uhr) geht es für die Steelers zum KSV Kaufbeuren, der Bietigheim-Verfolger Frankfurt mit 6:1 vorführte.

Philipp Böhl
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