deutsche eishockey-liga 2
bietigheim-bissingen | 14. Februar 2018

Steelers erst bei Penaltys hellwach

Das emotionsgeladene Derby gegen Heilbronn ist abgehakt, der Liga-Alltag bescherte dem Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim gestern einen 2:1-Sieg nach Penaltyschießen gegen die Lausitzer Füchse.

Kaum zurück, lässt er die Gegner stehen: Justin Kelly im roten Mottotrikot der Steelers, anlässlich des heutigen Valentinstages.Foto: Baumann
Kaum zurück, lässt er die Gegner stehen: Justin Kelly im roten Mottotrikot der Steelers, anlässlich des heutigen Valentinstages.Foto: Baumann

Mit viel Applaus empfangen von den 2428 Zuschauern in der Ege Trans-Arena wurde Stürmer Justin Kelly, der nach über dreimonatiger Verletzungspause aufs Eis zurückkehrte. Der 36 Jahre alte Spielmacher der Steelers hatte sich eine schwere Knieverletzung zugezogen.

Mit einem satten Pfostentreffer setzte Kelly in der 12. Minute ein erstes Zeichen. Bietigheim, das ohne Rob Brown (gesperrt), Max Lukes, Max Prommersberger und Freddy Cabana (alle verletzt) auskommen musste, verzeichnete spielerische Vorteile, doch die um den Play-off-Einzug kämpfenden Füchse erwiesen sich als bissiger Kontrahent.

Steelers-Keeper Ilya Sharipov, der gestern seinen 23. Geburtstag feierte, war im ersten Drittel ebenso gefordert wie Weißwassers Goalie Maximilian Franzreb. Beide blieben in den ersten 20 Minuten ohne Gegentor.

Das änderte sich im zweiten Durchgang nach nur 27 Sekunden, als Norman Hauner die Lücke fand und den Tabellenführer in Führung brachte. Assistpunkte wurden Tyler McNeely und Shawn Weller gutgeschrieben. Zwei Minuten später jedoch ließ Sharipov den Puck zum 1:1-Ausgleich durch Chris Owens durch die Schoner rutschen.

Danach hatte Bietigheim Mühe, das Spiel zu kontrollieren und ließ auch im Powerplay die letzte Zielstrebigkeit vermissen. Die Lausitzer Füchse setzten immer wieder Nadelstiche und hatten mehrfach das 2:1 auf dem Schläger.

Eine doppelte Überzahl ließen die Gastgeber zu Beginn des dritten Drittels ungenutzt und wirkten auch in der Folgezeit etwas fahrig in ihren Aktionen. Wie schon am Sonntag beim 4:3 gegen die Heilbronner Falken ging es auch gestern in die Verlängerung, die sich die Füchse verdient hatten. Eine Strafe gegen Weller überstand Bietigheim unbeschadet, so dass schließlich das Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste. Für den Spitzenreiter erwiesen sich Weller und Hauner als sichere Schützen, für Weißwasser traf nur Roope Ranta – damit sicherten sich die Gastgeber den Zusatzpunkt.

Für die Steelers steht bereits am Freitag das Gastspiel in Bayreuth auf dem Programm und am Sonntag trifft man auf eigenem Eis auf den ESV Kaufbeuren.

von karl-heinz ullrich
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