Ludwigsburg | 21. Oktober 2017

Steelers fertigen Crimmitschau mit 7:3 ab

Nach zweimaligem Rückstand dreht der Bietigheimer Eishockey-Club auf und lässt den Eispiraten in der DEL 2 keine Chance

Volle Fahrt voraus: Bietigheims Tyler McNeely (Mitte) ist auch von Elia Ostwald (links) und Jordan Knackstedt nicht aufzuhalten.Foto: Baumann
Volle Fahrt voraus: Bietigheims Tyler McNeely (Mitte) ist auch von Elia Ostwald (links) und Jordan Knackstedt nicht aufzuhalten.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Der SC Bietigheim-Bissingen hat seinen Fans gestern Abend ein Spektakel geboten. Mit 7:3 besiegten die Steelers die Eispiraten Crimmitschau und bleiben damit Spitzenreiter der Deutschen Eishockey-Liga 2. Vier Toren innerhalb von zehn Minuten im zweiten Drittel waren der Grundstein zum Sieg. Verletzt fehlten Kodi Schwarz, Kapitän Adam Borzecki, Marcus Sommerfeld, Alexander Preibisch, Andrew McPherson und Freddy Cabana.

Die 3687 Zuschauer in der Ege Trans-Arena sahen schon kurz nach Beginn ein munteres Spiel. Einen ersten Warnschuss der Gäste parierte Steelers-Keeper Sinisa Martinovic stark. Wenig später war er machtlos. In der achten Minute wurde Vincent Schlenker sträflich alleine gelassen, zog ab und beförderte den Puck ins Tordreieck. Stille in der Halle. Doch der Schockzustand der Gastgeber dauerte nicht lange an. Förderlizenzspieler Leon Müller scheiterte noch aus der Distanz (11.). Eine Minute später legte Tyler McNeely den Puck zurück. Dort stand Norman Hauner und nutzte die Gelegenheit zum Ausgleich. Aus ähnlicher Entfernung hätte er in der 17. Minute einen schönen Spielzug vollenden können, Olivier Roy im Tor der Crimmitschauer parierte allerdings.

Die Steelers gingen in Unterzahl in den zweiten Durchgang. Das nutzte Crimmitschau blitzschnell aus. 27 Sekunden benötigte Jordan Knackstedt für die erneute Führung. Davon ließ sich Bietigheim aber nicht beeindrucken. Keine zwei Minuten später gelang McNeely das 2:2.

Kurz darauf legten die Gastgeber in Überzahl nach: René Schoofs legte quer, Topscorer Matt McKnight schob ein zur ersten Steelers-Führung. Die Schwaben waren nun in Fahrt. Shawn Weller war aufmerksam, als Crimmitschau in der Vorwärtsbewegung war und eroberte den Puck, kurz vor dem Tor spielte er zu McNeely, der verwandelte (27.). Das 5:2 erfolgte nach nahezu identischem Muster: Balleroberung Schoofs, Treffer Max Lukes. Die Ostdeutschen drohten nun völlig unter die Steelers-Räder zu geraten, denn Bietigheim gab weiter Vollgas. Benjamin Zientek traf per Penalty zum 6:2. Im Schlussdrittel kamen die Eispiraten noch zum 3:6 Anschlusstreffer durch Bernhard Keil. Mit einem strammen Schuss gelang Rob Brown in Unterzahl zwei Minuten vor Schluss der 7:3-Endstand.

Am Sonntag um 17 Uhr geht es für die Steelers bei den Dresdner Eislöwen weiter.

Marco Jaisle
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