Eishockey
Ludwigsburg | 15. April 2017

Steelers freuen sich auf das Duell mit Frankfurt

Es ist soweit: Heute Abend (18 Uhr /Ege Trans-Arena) startet der SC Bietigheim-Bissingen gegen die Löwen Frankfurt in die Finalserie der Deutschen Eishockey-Liga 2. Einen echten Favoriten gibt es im Duell der beiden Ligagrößen nicht.

Enges Duell erwartet: Frankfurts Matthew Pistilli gegen den Bietigheimer Max Lukes. Foto: Baumann
Enges Duell erwartet: Frankfurts Matthew Pistilli gegen den Bietigheimer Max Lukes. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. „Für das, was jetzt auf uns zukommt, spielt man Eishockey“, sagt Volker Schoch vor dem Auftakt in die Finalserie der Deutschen Eishockey Liga 2. Für den Geschäftsführer des SC Bietigheim-Bissingen ist das Duell mit den Löwen Frankfurt (18 Uhr/Ege Trans-Arena) der Lohn für monatelange harte Arbeit. „Wir sind stolz, auf das, was wir geleistet haben und freuen uns auf die maximal sieben Spiele, die noch kommen.“

Für die Steelers ist es die fünfte Play-off-Finalteilnahme in Folge. Eine Serie, die bisher noch kein anderes Team geschafft hat. Das zeigt die konstant gute Arbeit des Führungsteams um Trainer Kevin Gaudet und Geschäftsführer Volker Schoch – trotz beschränkter Mittel.

Im Finale stehen sich nun die beiden mit Abstand stärksten Teams der Saison gegenüber. Die Bietigheimer schlossen die Hauptrunde zwar mit fünf Punkten Vorsprung auf die Frankfurter ab, hatten aber in drei der vier direkten Duelle das Nachsehen. „Das wird eine ganze enge Kiste. Viele Experten sehen Frankfurt leicht im Vorteil“, blickt Schoch voraus.

Vor allem in der Offensive sind die Hessen stark. 100-Kilo-Koloss Matthew Pistilli ist hinter Bietigheims Matt McKnight der beste Scorer der Liga. Dazu kommen gefährliche Spieler wie C. J. Stretch oder Richard Müller. Für den Fall, dass in der DEL ein Platz frei wird, haben die Steelers und Frankfurt eine 100 000 Bürgschaft hinterlegt, die für die Lizenzverhandlungen erforderlich ist. Auch wenn es momentan nicht danach aussieht, spielt das im Duell der beiden Ligagrößen eine Rolle: „Das ist natürlich im Hinterkopf. Das darf man nicht aus dem Auge verlieren“, sagt Schoch. Verzichten muss der SCB nur auf Frédérik Cabana. Alle anderen Spieler sind einsatzfähig – auch Justin Kelly, der zuletzt ausfiel. „Kelly hat im Moment nicht die Stärke, die er schon hatte“, betont Schoch und fügt hinzu: „Der Finaleinzug war eine Kollektivleistung. Da muss man auch mal ein Lob an die jüngeren Spieler wie Benjamin Zientik, Max Lukes oder Andreas Schwarz aussprechen.“

Die Steelers rechnen mit ausverkaufter Halle. Gestern Nachmittag waren noch 200 Restkarten vorhanden.

Marco Jaisle
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