deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 24. April 2017

Steelers gelingt Wirkungstreffer

Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen darf wieder von der Meisterschaft träumen. Nach dem gestrigen 2:1-Sieg gegen die Löwen Frankfurt fehlen den Steelers noch zwei weitere Erfolge zum ganz großen Wurf.

Play-off-Monster: Stürmer Shawn Weller brachte die Steelers nach neun Minuten gestern in Führung.Foto: Baumann
Play-off-Monster: Stürmer Shawn Weller brachte die Steelers nach neun Minuten gestern in Führung.Foto: Baumann

Bietigheim hat sich mit dem schwer erkämpften Sieg in der Best-of-seven-Finalserie nach zunächst drei Niederlagen eindrucksvoll zurückgemeldet und auf 2:3 verkürzt. Im Frankfurter Löwenkäfig soll nun morgen der Ausgleich gelingen, um dann beim ultimativen Showdown am Freitag in der Ege Trans-Arena die vierte Meisterschaft seit 2009 perfekt zu machen.

Die Steelers, die erneut ohne die drei verletzten Leistungsträger Freddy Cabana, David Wrigley und Marcus Sommerfeld auskommen mussten, starteten vor 4155 Zuschauern furios, wussten die beiden ersten frühen Powerplay-Chancen jedoch nicht zu nutzen.

Trainer Kevin Gaudet hatte nach dem 3:2-Sieg am Freitag in Frankfurt angemerkt: „Nach unserem 0:1-Rückstand wäre es leicht gewesen, jetzt aufzugeben. Doch wir haben ein großes Herz gezeigt.“ Stürmer Max Lukes ergänzte: „In den ersten Spielen war das Puckglück nicht immer auf unserer Seite – im Spiel am Freitag hatten wir es.“

Martinovic glänzend aufgelegt

Im dritten Überzahlspiel zog dann der Vizemeister auch gestern das Momentum auf seine Seite, denn in der 9. Minute schlug ein Schlagschuss von Shawn Weller zum 1:0 ein. Frankfurt legte jetzt einen Zahn zu, doch am glänzend aufgelegten Steelers-Torhüter Sinisa Martinovic war im ersten Drittel kein Vorbeikommen.

Das zweite Drittel bot Offensiv-Hockey vom feinsten, aber auch die Härte nahm zu. Das vermeintliche 2:0 durch Matt McKnight in der 34. Minute fand nach Videobeweis keine Anerkennung. Bietigheim hielt dem Druck der Löwen stand und nahm die Führung mit in die zweite Drittelpause. Die Gäste starteten das dritte Drittel mit wütenden Attacken und drängten mit aller Macht auf den Ausgleich. Die Steelers kamen kaum noch aus ihrem eigenen Dritel heraus und Martinovic musste Schwerstarbeit verrichten. In der 49. Minute war es dann soweit: Das 1:1 durch Lukas Laub wurde allerdings erst nach Videobeweis gegeben. Auf der Gegenseite verpasste Benjamin Zientek mit einem Pfostenschuss die erneute Führung. Doch zwei Minuten vor Schluss zielte Robin Just etwas präziser und sorgte mit seinem Treffer zum 2:1 dafür, dass die Steelers weiterträumen dürfen und Frankfurt die Meisterparty erneut verschieben musste.

von karl-heinz ullrich
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