Zweitliga-Spitzenreiter
Bietigheim-Bissingen | 24. November 2017

Steelers hoffen im Derby auf brodelnde Arena

Zweitliga-Spitzenreiter erwartet am Sonntag die Heilbronner Falken – Heute bei Aufsteiger Bad Tölz

Trainer Kevin Gaudet.Foto: Baumann
Trainer Kevin Gaudet.Foto: Baumann

Die Aufgaben sind undankbar, aber machbar: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen trifft auf die Kellerkinder der Liga und will seine Spitzenposition weiter ausbauen.

Heute Abend gastieren die Steelers beim Tabellenschlusslicht Bad Tölz, am Sonntag kommt es um 17 Uhr in der Ege Trans-Arena zum Derby gegen den Erzrivalen Heilbronner Falken, der als Vorletzter erneut den Anschluss an die Play-off-Ränge zu verpassen droht.

Bietigheim könnte also Platz eins festigen und vielleicht den Vorsprung auf die Verfolger noch etwas vergrößern. Doch was passiert, wenn der Spitzenreiter sein Potenzial einmal nicht abruft, war am vergangenen Freitag in Ravensburg zu beobachten. Nach einer 2:0-Führung leisteten sich Kapitän Adam Borzecki und Co. zu viele Nachlässigkeiten im Defensivverhalten, so dass man die Quittung in Form einer 2:6-Niederlage erhielt.

„Wenn man die Spannung verliert, kommt so ein Ergebnis zustande“, merkte Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch an. „Ravensburg war bissig und wollte den Sieg unbedingt“, lobte Trainer Kevin Gaudet die Einstellung des Gegners.

Seine Spieler ließen sich das nicht zweimal sagen und beeindruckten zwei Tage später mit einem souverän herausgespielten 6:1-Sieg gegen die Lausitzer Füchse. Die Steelers bleiben damit in dieser Saison auf eigenem Eis ungeschlagen.

„Ich bin froh, dass das Spiel vorbei ist. Bietigheim hat heute eine hervorragende Leistung gezeigt. Es war die beste Mannschaft, gegen die wir bis jetzt in dieser Liga gespielt haben,“ gab Weißwassers Coach Hannu Järvenpäa nach der Abfuhr zu Protokoll.

Bietigheims heutiger Gegner Bad Tölz musste als Aufsteiger in die DEL 2 bislang reichlich Lehrgeld bezahlen – bei fünf Siegen und 13 Niederlagen. Im ersten Saisonduell mit dem Traditionsclub Anfang Oktober hatten die Steelers jedoch einige Mühe, bis der 4:3-Erfolg unter Dach und Fach war.

Auf volle Zuschauerränge und eine brodelnde Arena wie schon gegen Weißwasser hofft der Tabellenführer am Sonntag beim Derby gegen Heilbronn. Bis gestern waren bereits über 3300 Tickets verkauft. Der erste Vergleich mit dem Nachbarn ging an Bietigheim: Vor knapp sieben Wochen gab es in der Kolbenschmidt-Arena trotz eines 0:2-Rückstands noch einen 6:3-Sieg.

von karl-heinz ullrich
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige