eishockey
Ludwigsburg | 25. April 2017

Steelers ist in der Finalserie jetzt alles zuzutrauen

Die Angelegenheit spitzt sich zu: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen arbeitet weiter an einem nicht mehr für möglich gehaltenen Comeback und würde zu gerne am Freitag die Meisterparty in der eigenen Arena steigen lassen.

Matchwinner in Spiel fünf: Steelers-Stürmer Robin Just (links) traf am Sonntag zum 2:1-Sieg gegen Frankfurt (rechts Richard Mueller). Foto: Baumann
Matchwinner in Spiel fünf: Steelers-Stürmer Robin Just (links) traf am Sonntag zum 2:1-Sieg gegen Frankfurt (rechts Richard Mueller). Foto: Baumann

Inzwischen traut man den Steelers in der Play-off-Finalserie gegen die Löwen Frankfurt wieder alles zu, nachdem die Schwaben nach den ersten drei Duellen scheinbar mausetot waren. Zu dominant waren die Frankfurter aufgetreten, hatten gleich zweimal die Ege Trans-Arena gestürmt (7:5 und 4:2) und auch ihr Heimspiel beim 4:0 souverän gestaltet.

Bereits am vergangenen Freitag war alles angerichtet für die Löwen, die sich daheim vor über 7000 Zuschauern den vierten und entscheidenden Sieg zur DEL-2-Meisterschaft sichern wollten.

Doch Bietigheim bot dem „besten und teuersten Team der Liga“ (Steelers-Trainer Kevin Gaudet) auch ohne die drei verletzten Leistungsträger Freddy Cabana, David Wrigley und Marcus Sommerfeld die Stirn, steckte einen frühen Rückstand weg und verlängerte die Best-of-seven-Serie mit einem verdienten 3:2-Erfolg.

Am Sonntag setzte der Hauptrundenerste dann noch einen drauf, bot eine überragende Vorstellung und trieb die Spannung auf den Siedepunkt. Zwei Minuten vor der sich anbahnenden Verlängerung erlöste Stürmer Robin Just die Steelers-Fans mit seinem Siegtreffer zum 2:1.

Es war im übrigen der erste Bietigheimer Heimsieg in dieser Saison gegen die Löwen, die insbesondere im letzten Drittel ihre Klasse demonstrierten, aber immer wieder an Torhüter Sinisa Martinovic hängen blieben, der das Duell mit Frankfurts Keeper Brett Jaeger diesmal für sich entschied.

Für den Showdown eines siebten und alles entscheidenden Spiels am Freitag um 20 Uhr in der Ege Trans-Arena ist nun ein weiterer Kraftakt nötig – sprich ein Sieg und der Serienausgleich zum 3:3 heute Abend um 19.30 Uhr in der Frankfurter Eissporthalle am Ratsweg. „Wir leben noch, wir haben noch Puls. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Alles ist offen“, sagte Gaudet.

von karl-heinz ullrich
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige