Ludwigsburg | 20. Februar 2017

Steelers lassen Heilbronn keine Chance

Der SC Bietigheim hat den Hauptrundensieg der Deutschen Eishockey-Liga 2 vor Augen. Gestern Abend siegten die Steelers im munteren Derby gegen die Heilbronner Falken mit 4:1 – trotz fünf Spielern weniger im Aufgebot.

Derbykampf: Frédéric Cabana (grün, Steelers) setzt sich durch.Foto: Baumann
Derbykampf: Frédéric Cabana (grün, Steelers) setzt sich durch.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Es sieht gut aus für den SC Bietigheim-Bissingen. Nach dem 4:1-Sieg gestern im Derby gegen die Heilbronner Falken belegen die Steelers fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde den 1. Platz – elf Punkte vor dem kommenden Gegner Frankfurt. Beste Ausgangslage für die am 14. März beginnenden Play-offs. Kleine Sorgen bereitet die Personalsituation: Gestern fehlten Benjamin Zientek (gesperrt), Marcus Sommerfeld (Rippenbruch), Max Lukes (krank), Robin Just (keine genaue Angabe) sowie die Förderlizenzspieler Denis Shevyrin und Marcel Kahle. Die Verteidiger Andreas Schwarz und Sebastian Alt wurden in den Sturm beordert.

Den ersten Höhepunkt steuerten die Steelers-Fans bei. Mit einer Cheorographie unter dem Motto „Wir sind daheim in Bietigheim“ begrüßten sie die Mannschaften. Die Sehenswürdigkeiten, wie der Viadukt oder das Rathaus, waren auf einem Banner aufgemalt, das über die Breite der Kurve gespannt war.

Die Jungs auf dem Eis wollten ihre Anhänger belohnen und legten wie schon beim 7:1-Sieg am Freitag in Rosenheim mit Volldampf los. In den ersten vier Minuten scheiterten Andreas Schwarz, René Schoofs und Max Prommersberger aus bester Position. Die eigentlich harmlosen Heilbronner bekamen in der 12. Minute einen Penalty zugesprochen, nachdem Jordan Heywood regelwidrig gestoppt wurde. Der Gefoulte trat an und scheiterte an Sinisa Martinovic. Es blieb beim 0:0.

Mehr geboten war im zweiten Durchgang. Gleich nach zwei Minuten erzielte Shawn Weller das 1:0. Doch Heilbronn hatte eine Antwort. Henry Martens besorgte den Ausgleich (25.). Fünf Minuten später machten die Steelers ernst. In Überzahl traf erst Justin Kelly die Latte, über Weller landete die Scheibe bei Dominic Auger. Der Altstar machte die erneute Führung. Nur Sekunden später schloss Frédérik Cabana zum 3:1 ab. Den Schlusspunkt setzte Matt McKnight fünf Minuten vor Ende.

Unschöne Szenen gab es hinterher: Falken Anhänger prügelten sich über dem Gästeblock mit Ordnern. Auch Bietigheimer Fans kamen hinzu. Erst als die Polizei einmarschierte, löste sich die Auseinandersetzung auf.

Marco Jaisle
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