Eishockey
Bietigheim-Bissingen | 11. Dezember 2017

Steelers retten Führung über die Zeit

Der SC Bietigheim-Bissingen hat den Angriff seines Verfolgers abgewehrt. Gegen die Dresdner Eislöwen gewannen die Steelers gestern mit 3:1. Der lange schmerzlich vermisste Frédérik Cabana kehrte aufs Eis zurück und schoss dabei prompt ein Tor.

Gefeierter Rückkehrer: Frédéric Cabana (links) meldet sich mit einem Tor zurück.Foto: Baumann
Gefeierter Rückkehrer: Frédéric Cabana (links) meldet sich mit einem Tor zurück.Foto: Baumann

Schon bevor sich der Puck das erste Mal bewegte, jubelten die Fans des SC Bietigheim-Bissingen. Beim 3:1-Sieg über Verfolger Dresdner Eislöwen lief Frédéric Cabana nach monatelanger Verletzungspause wieder auf das Eis. Dabei erzielte er sogar ein Tor für den Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga 2. „Manchmal gewinnt man glücklich. Silo hat heute super gehalten. Uns sind viele Dinge schwer gefallen. Es war kein gutes Spiel von uns“, sagte Steelers Trainer Kevin Gaudet.

Fast 4000 Zuschauer müssen warten

Zunächst einmal war für die 3937 Zuschauer allerdings Warten angesagt. Erst verzögerte sich der Spielbeginn um 15 Minuten, weil die Gäste durch den Schneefall zu spät ankamen.

Beim Warmschießen ging dann eine Glasscheibe in der Bande vor der Enztalkurve zu Bruch. Der Wechsel zog sich in die Länge, der Spielbeginn wurde auf 18 Uhr gesetzt. Schließlich gelang es mit der Hilfe mehrerer Leute und eines Gabelstaplers, das Schutzglas auszutauschen. Auch Geschäftsführer Volker Schoch packte dabei fleißig mit an.

Beiden Teams waren durch die lange Wartezeit ordentlich motiviert und starteten mit viel Tempo ins Spiel. Sinisa Mirtinovic rettete die Steelers gleich zu Beginn mit einer Glanzparade vor dem Rückstand, Stürmer Shawn Weller vergab eine Konterchance. Danach verflachte das Spiel etwas. Bietigheim war überlegen, Dresden wurde mehrfach mit Gegenangriffen gefährlich.

In der 16. Minute gelang den Schwaben die Führung. In Überzahl ließ der SCB die Scheibe in den eigenen Reihen zirkulieren. Matt McKnight hatte den Blick für den freistehenden Norman Hauner, der mühelos einschob.

Im zweiten Durchgang hielt Martinovic zweimal stark im Eins-gegen-Eins, ehe seiner Vorderleute nachlegten.

In der 30. Minute hatte McKnight erneut ein gutes Auge für den Mitspieler. Er spielte Rückkehrer Cabana an. Aus dem vollen Lauf gelang ihm das 2:0. Allerdings verkürzte Dresden nur Momente später durch Steve Hanusch auf 1:2. Der Schlussdurchgang blieb lange spannend, hatte aber wenig Höhepunkte. Dresden drängte gegen Ende auf den Ausgleich. Gegen den starken Torhüter Martinovic und die Steelers-Abwehr fehlte aber die Durchschlagskraft.

Als noch 31,2 Sekunden auf der Uhr standen, verwertete Alexander Preibisch einen Konter zum 3:1 ins leere Tor.

VoN Marco Jaisle
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige