deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 24. Februar 2017

Steelers riskieren im Topspiel nicht alles

Beim Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen läuft derzeit fast alles nach Plan. Ein weiterer Pflock soll heute Abend eingeschlagen werden.

Bietigheim-Bissingen. Die Play-offs sind längst gebucht, die 100-Punkte-Marke ist mit dem 4:1-Derbysieg gegen Heilbronn bereits geknackt und die Bürgschaft für einen möglichen Seiteneinstieg in die DEL wurde gelegt – und heute Abend wollen die Steelers auch noch die Hauptrundenmeisterschaft unter Dach und Fach bringen.

Dazu müsste im Topspiel der DEL 2 zwischen Spitzenreiter Bietigheim und dem Tabellenzweiten Löwen Frankfurt (19.30 Uhr, Ege Trans-Arena) ein Sieg her – es wäre der elfte Erfolg aus den vergangenen 12 Partien.

„Wir wollen zum dritten Mal in Folge die Hauptrunde gewinnen“, sagt Steelers-Geschäftsführer Volker Schoch, schränkt aber ein: „Wir werden nichts riskieren. Wenn es darum geht Spieler zu schonen, werden wir das tun. Denn wir wollen mit einer gesunden und motivierten Mannschaft in die Play-offs gehen.“

Denn ganz frei von Verletzungssorgen ist der Vizemeister momentan nicht. Schwer wiegt sicher der Ausfall von Stürmer Marcus Sommerfeld, der sich vor einer Woche beim 7:1-Sieg in Rosenheim fünf Rippen gebrochen hat. „Das ist ganz bitter für uns. Marcus ist der beste deutsche Scorer der Liga“, merkte Trainer Kevin Gaudet an, der vermutlich bis zu sechs Wochen auf den Routinier verzichten muss. Geschont werden wahrscheinlich auch die beiden Angreifer Robin Just und David Wrigley. Dafür kehren die beiden Youngster Benjamin Zientek (nach abgesessener Sperre) und Max Lukes (Fieber) wieder in den Kader zurück.

Der heutige Gegner aus Frankfurt, der ebenso wie die Steelers den DEL-Aufstieg anpeilt und erneut für eine gut besuchte Arena sorgen dürfte, hat zwei der bisherigen drei Saisonduelle mit Bietigheim für sich entschieden. Eine schwierige Prüfung kommt auch am Sonntag auf die Schwaben zu, denn Gastgeber EHC Bayreuth liegt als Tabellenneunter zwar auf Pre-Play-off-Kurs, ist aber bei sechs Punkten Vorsprung auf Bad Nauheim noch nicht auf der sicheren Seite.

von karl-heinz ullrich
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