deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 13. April 2018

Steelers setzen im Finale auf Routine

Noch vier Siege – und es wäre der perfekte Abschied für Kevin Gaudet. Dem Trainer des Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen würde nach der dritten Meisterschaft in seiner Amtszeit wohl ein Denkmal im Ellental errichtet.

Duell aus der Hauptrunde: Steelers-Topscorer Matt McKnight (links) gegen Riessersees Spielmacher Andreas Driendl.Foto: Baumann
Duell aus der Hauptrunde: Steelers-Topscorer Matt McKnight (links) gegen Riessersees Spielmacher Andreas Driendl.Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Der Kanadier, der dem Sparkurs der Steelers nach der Saison zum Opfer fällt und dessen Vertrag nicht verlängert wird, hat das Team seit 2011 zunächst vor dem Absturz in die Oberliga und dann sechsmal in Folge in die Finalserie der zweiten Liga geführt. Zweimal, nämlich 2013 und 2015, holten sich die Schwaben die Trophäe, dreimal reichte es zur Vizemeisterschaft.

In der jetzt anstehenden Best-of-seven-Serie gegen Endspielgegner SC Riessersee, die heute Abend um 20 Uhr im Olympia-Eissportzentrum in Garmisch-Partenkirchen beginnt, sind Prognosen schwer abzugeben. Der Traditionsclub aus Bayern, der zwischen 1927 und 1981 zehn deutsche Meisterschaften feierte, sicherte sich im Schlussspurt Platz eins nach der Hauptrunde vor Bietigheim. Drei der vier bisherigen Saisonduelle zwischen den beiden Finalisten gingen in die Verlängerung.

Die Steelers beendeten im Halbfinale die angestrebte Titelverteidigung von Meister Frankfurt, mussten dabei aufgrund von zahlreichen Ausfällen an die Grenze der Belastbarkeit gehen. „Sechs Spiele in zwölf Tagen. Mit nur drei Reihen war das Stress für alle“, stöhnte Gaudet, der alle Register zog und seine Defensive rechtzeitig stabilisierte. So musste zwischenzeitlich sogar Topscorer Matt McKnight in der Abwehr aushelfen.

Auch mit dem Wechsel von Youngster Ilya Sharipov zu Routinier Sinisa Martinovic im Tor lag Gaudet richtig. Sharipov spielte stark in der Viertelfinalserie gegen die Heilbronner Falken, wackelte dann gegen Frankfurt.

Martinovic, der schon 2009 bei der ersten Zweitliga-Meisterschaft der Steelers zwischen den Pfosten stand, durfte sich am vergangenen Sonntag beim entscheidenden 3:2-Erfolg in der Mainmetropole neben dem immer stärker auftrumpfen Siegtorschützen Justin Kelly als Matchwinner fühlen.

„Silo hat sehr gut gehalten, außerdem hatten wir das nötige Puckglück“, urteilte Gaudet, der sich auch über das Comeback des lange verletzten Verteidigers Dominic Auger freute: „Das war verdammt wichtig. Endlich hatte wir wieder sechs Verteidiger.“

DEL 2, Play-off-Finale

1. Spieltag, Freitag, 20 Uhr: SC Riessersee – Bietigheim Steelers.

2. Spieltag, Sonntag, 17 Uhr: Bietigheim Steelers - SC Riessersee (Ege Trans-Arena).

von karl-heinz ullrich
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