deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 21. März 2018

Steelers siegen in Verlängerung

Die Bietigheim Steelers haben im Play-off-Viertelfinale gegen die Heilbronner Falken auf 3:1 erhöht. In einem wechselhaften Spiel besiegte der SCB die Heilbronner vor 2689 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena mit 5:4 nach Verlängerung.

Verbissenes Duell: Max Lukes (Steelers, rechts) gegen den Heilbronner Dennis Palka.Archivfoto: Baumann
Verbissenes Duell: Max Lukes (Steelers, rechts) gegen den Heilbronner Dennis Palka.Archivfoto: Baumann

Heilbronn. Marcus Sommerfeld entschied die wechselhafte Eishockey-Begegnung zwischen den Heilbronner Falken und dem SC Bietigheim-Bissingen mit seinem Golden Goal in der Verlängerung zum 5:4 für den SCB. Damit haben die Bietigheimer am Freitag in der Ege Trans-Arena den ersten Matchball im Play-off-Viertelfinale der DEL 2.

Die Steelers hätten kaum besser in die Partie starten können. Nach zwei Minuten landete ein ansatzloser Schuss von Rob Brown im Netz der Heilbronner. Es war das erste Mal überhaupt in dieser Serie, dass Bietigheim den ersten Treffer erzielte. Der SCB blieb spielbestimmend. Die Falken hatten nichts entgegenzusetzen. Es dauerte nicht lange, bis die Bietigheimer sich erneut belohnten. Brown zog von der blauen Linie aus ab, Shawn Weller fälschte den Ball zum 2:0 ab (4.).

In den ersten zehn Minuten war von den Gastgebern nichts zu sehen. Eine erste Unterzahl überstand Bietigheim schadlos. Anders kurz vor Ende des Durchgangs: Zwei Sekunden vor Ablauf der Strafzeit von Marcus Sommerfeld erzielte Falke Brandon Alderson den Anschlusstreffer.

Der HEC nahm den Schwung aus den Schlussminuten des ersten Drittels mit in den zweiten Durchgang. Bietigheim war nun in die Defensive gedrängt, Keeper Ilya Sharipov rettete mehrfach stark. Unschön wurde es in der 29. Minute. Bietigheims Freddy Cabana checkte erst einen Gegenspieler in die Bande und lieferte sich danach einen Faustkampf mit Marcus Götz. Die Zuschauer feuerten beide Akteure lautstark an, die Halle tobte. Der Fight ging zwar klar an Cabana, aber der Kanadier musste danach vom Eis und die Steelers waren fünf Minuten in Unterzahl. Nur wenig später bekam auch noch Adam Borzecki zwei Minuten.

In doppelter Unterzahl hielt Sharipov zunächst überragend, doch wieder zwei Sekunden vor Ablauf der Zweiminutenstrafe zimmerte Brad Ross den Puck unter die Latte (33). Bietigheim handelte sich weiter Strafen ein, spielte fast die gesamte zweite Hälfte des Drittels mit einem Mann weniger und geriet zwei weitere Male in doppelte Unterzahl. Die Folge: In der 35. Minute wurde Kevin Lavallée freigespielt und schloss in die kurze Ecke zum 3:2 für Heilbronn ab.

Der Schlussdurchgang begann ausgeglichen. In der 46. Minute hatten die Steelers eine Überzahl. Die wie schon in den abgelaufenen Spielen der Serie machte Bietigheim nichts aus dem eigenen Powerplay – im Gegenteil. Der SCB rannte in einen Konter, Justin Kirsch ließ sich nicht stoppen und machte das 4:2 (46.).

Die Gäste starteten nun Angriff um Angriff. Die Heilbronner machten hinten dicht und lauerten auf Konter. Sechs Minuten vor Spiellende wurde Bietigheims Max Prommersberger von Max Lukes im Rückraum angespielt. Prommersbergers Schuss schlug zum 3:4 ein. Es wurde noch einmal spannend. 2:19 Minuten vor Schluss hatte Bietigheim Überzahl. Mit sechs Außenspielern und ohne Torhüter warfen die Steelers alles nach vorne. Das Risiko zahlte sich aus. Norman Hauner brachte die Grün-Weiß-Blauen in die Verlängerung (59.).

Marco Jaisle
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