deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 05. März 2018

Steelers starten von Platz zwei aus in die Play-offs

kassel/Bietigheim-Bissingen. Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen geht als Tabellenzweiter der Hauptrunde in die Play-offs und startet am 13. März mit einem Heimspiel in die Viertelfinalserie. Der Gegner der Stelers wird ab Dienstag in den sogenannten Pre-Play-offs ermittelt.

Während Bietigheim gestern im letzten Hauptrundenspiel bei den Kassel Huskies mit 4:2 siegte, gab sich der SC Riessersee, der am Freitag mit dem 5:4-Sieg nach Penaltyschießen bei den Steelers die Tabellenführung übernommen hatte, wie erwartet gegen Schlusslicht Bayreuth Tigers keine Blöße und gewann mit 5:2. Damit schließen Riessersee und Bietigheim jeweils mit 103 Punkten ab, die Garmischer weisen allerdings das bessere Torverhältnis auf.

In Kassel glückte Bietigheim vor 4255 Zuschauern ein Blitzstart: Verteidiger Benjamin Hüfner schoss die Gäste nach 71 Sekunden in Führung. Die Huskies antworteten durch den Ex-Heilbronner Tyler Gron mit dem 1:1-Ausgleich in der 11. Minute.

Im zweiten Drittel erwiesen sich die Gäste als äußerst effektiv. Innerhalb von zwei Minuten sorgten Matt McKnight (25.) und Tyler McNeely (27.) für eine 3:1-Führung. In Überzahl verkürzte Kassels Neuzugang Alex Roach in der 51. Minute auf 2:3, doch in der Schlussminute machte McKnight mit dem 4:2 alles klar. Am Freitagabend hatte Steelers-Trainer Kevin Gaudet einen dicken Hals. Im Topspiel gegen den SC Riessersee hatte sein Team nach einem 0:3-Rückstand mit großer Moral und Willenskraft und trotz einer langen Verletztenliste das Match gedreht und lag nach 50 Minuten mit 4:3 vorne.

Dann allerdings spielte nach Gaudets Ansicht Hauptschiedsrichter Stefan Vogl eine höchst unglückliche Rolle. „Die Strafe vor dem 4:4-Ausgleich hat uns Platz eins gekostet“, zürnte Bietigheims Coach. Vogl hatte die Steelers mit einer Bankstrafe bedacht, da angeblich zu viele Spieler auf dem Eis waren. Eine zumindest umstrittene Entscheidung, die Riessersee in Überzahl eiskalt nutzte.

„Ich bin so sauer. Vogl macht die letzten vier, fünf Jahre immer die gleichen Dinge mit uns. Das ist nicht fair“, schimpfte Gaudet, der dagegen an seine Spieler Lob verteilte: „Ich bin unglaublich stolz, das wir nach dem 0:3 noch zurück gekommen sind. Denn Riessersee war zuletzt das beste Team in der Liga.“ (khu)

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