deutsche eishockey-liga 2
Bietigheim-Bissingen | 21. April 2018

Titel für Steelers zum Greifen nah

Eine Hand am Pokal hat Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen, der am Sonntag in Garmisch-Partenkirchen die vierte Meisterschaft der Vereinsgeschichte unter Dach und Fach bringen kann.

Kaum zu stoppen: Steelers-Angreifer Tyler McNeely (links) versucht, Tim Richter vom SCR zu entwischen.Foto: Baumann
Kaum zu stoppen: Steelers-Angreifer Tyler McNeely (links) versucht, Tim Richter vom SCR zu entwischen.Foto: Baumann

bietigheim-bissingen. Im Play-off-Finale Nummer vier bezwangen die Steelers gestern Abend auf eigenem Eis den SC Riessersee mit 6:3 und liegen in der Best-of-seven-Serie der Deutschen Eishockeyliga 2 mit 3:1 Siegen vorne.

Während die Finalserie läuft, basteln die Steelers weiter an ihrem Kader. Gestern verkündeten die Schwaben die Vertragsverlängerung mit Verteidiger Max Prommersberger. Der 30-jährige Tölzer wird somit in seine fünfte Spielzeit im Ellental gehen. Prommersbergers Verteidiger-Kollegen Kodi Schwarz und Rob Brown standen dem Vizemeister auch im vierten Finalspiel nicht zur Verfügung. Zudem befanden sich die Stürmer Matt McKnight und Max Lukes weiter auf der Ausfallliste.

Die Steelers hielten sich nicht lange mit taktischen Zwängen auf und zogen ein beeindruckendes Offensivspiel auf. Riessersees Keeper Andrew Hare hatte mehrfach das Glück auf seiner Seite. Belohnt wurden die Gastgeber in der 14. Minute durch den Führungstreffer von Altmeister Dominic Auger, der sich auf engstem Raum Platz verschaffte und für Begeisterung unter den 4166 Zuschauern in der Ege Trans-Arena sorgte.

Riessersee lockerte im zweiten Drittel die Handbremse, doch Bietigheims Torhüter Ilya Sharipov entschärfte auch brenzlige Situationen mit einer Bierruhe. Im Powerplay lief die Scheibe zwar flüssig durch die Reihen der Gäste, die jedoch zu selten den Abschluss fanden. Glück hatte Bietigheim jedoch in der 31. Minute, als Stephan Wilhelm nur den Innenpfosten traf. Der SCR drängte nun mit Macht auf den Ausgleich, die Steelers sorgten kaum noch für Entlastung. In doppelter Überzahl war es dann soweit: Mit einem Schlagschuss traf Joel Johansson in der 37. Minute zum 1:1. Doch Bietigheim konterte eiskalt. Justin Kelly stand in der 40. Minute goldrichtig und fand die Lücke zum 2:1.

Bietigheim legte nach. Ein Schlenzer von der blauen Linie von Benjamin Hüfner schlug in der 43. Minute zum 3:1 ein. Das Tor war fast eine Kopie von Hüfners 1:0 am Dienstag in Garmisch. Die Arena wurde jetzt zum Tollhaus. Für endgültige Klarheit sorgte Spielmacher Kelly, dessen Schuss in der 52. Minute zum 4:1 einschlug. Das 5:1 besorgte Tyler McNeely (56.), Felix Thomas und Jared Gomes verkürzten noch auf 5:2 und 5:3. Den 6:3-Endstand besorgte Shawn Weller.

von karl-heinz ullrich
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