Eishockey
Bietigheim-Bissingen | 19. Januar 2018

Youngster bringt neuen Schwung

Der 19-jährige Leon Müller der Bietigheim Steelers traf vergangene Woche gegen Bayreuth zum ersten Mal in der DEL 2

Youngster Leon Müller (rechts) im Duell mit seinem Bayreuther Namensvetter Mathias Müller. Foto: Baumann
Youngster Leon Müller (rechts) im Duell mit seinem Bayreuther Namensvetter Mathias Müller. Foto: Baumann

Schon lange war das Spiel der Bietigheim Steelers gegen die Bayreuth Tigers in der Deutschen Eishockeyliga 2 am vergangenen Freitag beendet, da ließen sich die Spieler aus Bietigheim in der Ege Trans-Arena von ihren Fans für den 5:2-Sieg feiern. Ein ganz besonderer Jubel entfachte, als Stadionsprecher Andreas „Pucki“ Lausch sich korrigieren musste: Den Treffer zum 5:1 erzielte – anders als zunächst verkündet – Leon Müller anstelle von Benjamin Hüfner.

Es war Müllers erstes Tor für die DEL-2-Mannschaft der Steelers. Auch deshalb hallten direkt nach der Verkündung seines Debüts „Leon Müller“-Sprechchöre durch die Arena, um den jüngsten Spieler im Kader der Steelers zu feiern. „Hut ab, er hat einen super Job gemacht. Sein erstes Tor zu schießen, ist immer etwas Besonderes“, gönnte auch Trainer Kevin Gaudet seinem 19-jährigen Jungspund den Treffer. Dieser erhält in den letzten Partien ohnehin erstaunlich viel Eiszeit: „Leon hat sehr gute Fähigkeiten, er ist schnell, hat einen guten Schuss“, lobte Gaudet auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, merkte aber auch an: „Er muss etwas bessere Defense spielen, aber das kann er hoffentlich lernen.“

Auch Routinier Auger wird gefeiert

Mit Müller rückte vergangene Woche dennoch ein Spieler ins Rampenlicht, der den Fans eine willkommene Abwechslung zum sonst sehr erfahrenen Bietigheimer Team bietet. Das zeigt sich sowohl beim Blick auf die Statistik als auch in den Feierlichkeiten nach dem Bayreuth-Spiel. Denn direkt nach Müllers großem Moment sangen die Steelers-Fans ein Ständchen für Dominic Auger, der für sein Tor zum 1:0 an seinem 41. Geburtstag gefeiert wurde. Er belegt in der Scorerliste in dieser Saison teamintern den fünften Platz. Auch die Spieler, die vor ihm liegen, sind alle mindestens 30 Jahre alt, da scheint Müllers frischer Wind tatsächlich gutzutun – zumal sich die Steelers derzeit in einer Phase der Saison befinden, in der die Gaudet-Truppe neuen Schwung und die Entlastung durch einen breiten Kader gut gebrauchen kann.

Mit 80 Punkten aus 36 Spielen drehen die Bietigheimer einsam an der Tabellenspitze ihre Runden. Dahinter sind die Löwen Frankfurt nach einer längeren Schwächephase mit vier Niederlagen in Serie nur noch auf Platz drei mit 13 Punkten Rückstand, der SC Riessersee ist nun zwar Verfolger Nummer eins, liegt aber trotzdem sieben Punkte hinter dem Spitzenreiter.

Torfestivals gegen Crimmitschau

Heute Abend geht es für Bietigheim gegen die Eispiraten Crimmitschau. Ein Spiel, in dem bislang Tore garantiert waren: 7:3 und 8:5 gewannen die Steelers die beiden bisherigen Aufeinandertreffen mit den Sachsen. Womöglich kommt dann auch Leon Müller bereits zu seinem zweiten Saisontor.

Philipp Böhl
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