fußball-landesliga
Ludwigsburg | 03. November 2017

07 reist mit dem letzten Aufgebot

Ludwigsburg vor Gastspiel in Crailsheim arg gebeutelt – Pflugfelden bei Spitzenreiter Breuningsweiler auf dem Prüfstand

Von Personalproblemen geplagt: 07-Trainer Toni Carneiro muss beim Gastspiel in Crailsheim mehrere Spieler ersetzen.Foto: Baumann
Von Personalproblemen geplagt: 07-Trainer Toni Carneiro muss beim Gastspiel in Crailsheim mehrere Spieler ersetzen.Foto: Baumann

ludwigsburg. In der Fußball-Landesliga ist der TSV Heimerdingen schon heute beim SV Fellbach gefordert. Vor schweren Auswärtsaufgaben stehen auch beide Ludwigsburger Clubs: Der TV Pflugfelden bei Ligaprimus Breuningsweiler, die SpVgg 07 bei Mitfavorit Crailsheim.

Mehr oder weniger mit dem letzten Aufgebot reist die SpVgg 07 Ludwigsburg morgen zum TSV Crailsheim. „Personell sind wir arg gebeutelt und müssen den Kader mit fünf Spielern aus unserer U23 auffüllen“, berichtet Trainer Toni Carneiro.

Neben den Langzeitverletzten und den gegangenen Spielern fehlen ihm morgen auch Nicola De Pilla, der sich in der 07-Zweiten eine Gelb-Rote Karte einhandelte, und Thomas Ivan, der „aus disziplinarischen Gründen“, so Carneiro, in eben jene Zweite versetzt wurde. Zumindest noch Hoffnung besteht dagegen auf den Einsatz von Christian Knecht.

Trotz angespannter Lage hat der 07-Coach aber nicht den Mut verloren: „Wir sind mit unserer Nottruppe zwar Außenseiter, aber wir werden dagegenhalten“, verspricht er und deutet an, dass defensive Kompaktheit gefragt sein wird; „Erst einmal muss hinten die Null stehen“, betont Carneiro.

Keineswegs von vorhinein klein beigeben will auch Stadtrivale TV Pflugfelden, der am Sonntag beim Spitzenreiter SV Breuningsweiler antritt. TVP-Coach Markus Fendyk warnt vor allem vor „den Standards und der individuellen Qualität“ des Kontrahenten und sieht sein Team in dem Vergleich als Underdog. „Das Spiel eng halten“, ist Fendyks Maßgabe an seine Mannschaft, die sich in der Vorwoche beim Heimsieg gegen Schornbach deutlich geordneter als zuletzt präsentierte. „Da haben wir gezeigt, was möglich ist, wenn wir im Spielsystem bleiben“, sagt Fendyk.

Noch am Grübeln ist der Coach, wer den gesperrten Martin Maczynski im Abwehrzentrum ersetzen soll. Kapitän Robin Härter wäre zwar eine Alternative, wird aber auch im Mittelfeld gebraucht.

Bei Kellerkind TSV Pfedelbach ist der Tabellendritte FV Löchgau zu Gast. „Wir haben zwar Respekt, aber auch den Anspruch, dort zu gewinnen“, sagt FVL-Coach Thomas Herbst ganz klar. Allerdings feierte Pfedelbach zuletzt zwei Siege und gab damit die Rote Laterne ab, was den Löchgauern Warnung genug sein sollte. Personell dürfte es Umstellungen geben, denn Salvatore Langella fehlt. Mit den Hufen scharren demgegenüber wieder Gianluca Gioia und Giosue Tolomeo, die Startelfkandidaten sind.

Der SV Kornwestheim empfängt den TV Oeffingen. „Sie haben einen Negativlauf“, weiß SVK-Trainer Sascha Becker, der die Oeffinger am letzten Wochenende bei deren Heimpleite gegen Pfedelbach beobachtete. Seine eigene Elf beendete mit dem 0:0 bei 07 zumindest ihre Niederlagenserie, auch wenn sich für Becker „der Punkt am nächsten Tag nicht gut anfühlte, denn es war mehr drin“. Personell gibt es beim SVK noch viele Fragezeichen. Pirmin Löffler, Nicolo Mazzola und Nico Schürmann sind die Wackelkandidaten.

Schon heute um 20 Uhr wird das Gastspiel des TSV Heimerdingen beim SV Fellbach angepfiffen. TSV-Coach Holger Ludwig erwartet „einen spielstarken Gegner mit guten Einzelspielern“, gegen den es vor allem darum gehe, „dass wir unsere individuellen Fehler abstellen“. Im TSV-Kader dürfte sich im Vergleich zum 4:4 gegen Schluchtern nicht viel ändern: Daniel Geppert fehlt nach wie vor gesperrt und Murat Öztürk ist noch nicht so weit.

von bernd seib
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