Hintergrund
Ludwigsburg | 22. August 2017

Aufstieg und Fall eines Traditionsclubs

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte die Sportvereinigung zunächst in der 2. Amateurliga. 1956/57 gewann Ludwigsburg das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft gegen den punktgleichen Vorjahresabsteiger Stuttgarter SC vor 7000 Zuschauern auf der Schlotwiese in Zuffenhausen mit 1:0. Damit hatte sich der Verein für die Aufstiegsrunde zur 1. Amateurliga Württemberg qualifiziert und schaffte den Aufstieg.

Nach dem Abstieg in die 2. Amateurliga im Jahr 1966 dauerte es bis 1970, als der Wiederaufstieg gefeiert wurde. Gleich im ersten Jahr erreichte der Verein als Neuling die Vizemeisterschaft und die Qualifikation zu den Aufstiegsspielen zur Regionalliga-Süd – der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse. Im Entscheidungsspiel gegen Waldhof Mannheim führte Torjäger Günther Schuh mit zwei Toren die SpVgg zum 2:1-Sieg und damit zum Aufstieg. Fortan gastierten zwei Jahre lang namhafte Clubs wie der 1. FC Nürnberg, 1860 München und der Karlsruher SC in Ludwigsburg. Dreimal war das Stadion mit 15 000 Zuschauern ausverkauft. Nach zwei Spielzeiten folgte der Abstieg in die 1. Amateurliga Württemberg.

1974 gelang der bisher einzige Titelgewinn der Vereinsgeschichte. Vor heimischem Publikum besiegte die Mannschaft rund um die späteren Bundesligaprofis Rainer Adrion und Frank Schäffer im Endspiel um den WFV-Pokal die Amateure des VfB Stuttgart im Elfmeterschießen.

1978 qualifizierte sich die SpVgg zur neu gegründeten Oberliga Baden-Württemberg, der man bis auf eine Unterbrechung in der Saison 1988/89 bis zur Einführung der Regionalligen im Jahr 1994 angehörte. Nach drei Jahren Regionalligazugehörigkeit erfolgte 1997 der Abstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Nach acht Spielzeiten in der Oberliga folgte im Jahr 2005 der Abstieg in die Verbandsliga Württemberg. 2011 folgte ein weiterer Abstieg in die siebtklassige Landesliga, der 07 bis heute angehört. (red)

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