Ludwigsburg | 16. September 2017

Bissingen und Freiberg hinter den Erwartungen

Fußball-Oberligisten wollen in die Erfolgsspur zurück – Nullachter gegen Astoria Walldorf auf Kunstrasen – Gentner zurück beim SGV

Unter Druck: Ramon Gehrmann. Foto: Baumann
Unter Druck: Ramon Gehrmann. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen/Freiberg. Der FSV 08 Bissingen will in der Fußball-Oberliga im Heimspiel gegen den FC Astoria Walldorf II zurück in die Erfolgsspur finden. SGV Freiberg steht nach dem verpatzten Saisonstart in Göppingen bereits mächtig unter Zugzwang.

Der Anstoß auf dem Bissinger Kunstrasenplatz erfolgt am heutigen Samstag um 15.30 Uhr. Auch in ihrem dritten Heimspiel sind die Nullachter nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. Gegen den starken Aufsteiger FC 08 Villingen trennte sich die hochgehandelte Truppe letztendlich leistungsgerecht 1:1.

Mit dem aktuellen achten Rang bei einem Rückstand von satten neun Zählern auf den Spitzenreiter FC Nöttingen hinken die Bissinger ihren eigenen Erwartungen weit hinterher. „Für uns ist es enorm wichtig, dass wir wieder in die Spur kommen. Da ist es zweitrangig, ob wir zu Hause oder auswärts spielen“, meinte Bissingens Coach Andreas Lechner.

Den letzten Auftritt gegen Villingen und auch die Gesamtsituation hat er anfangs der Woche mit der Truppe analysiert. „Ich mache der Mannschaft keinen Vorwurf. Nach dem zweiten Platz in der Vorsaison hat sie auch einen hohen Anspruch an sich selbst, den sie momentan nicht erfüllen kann. Wir müssen wieder mit mehr Willen und Leidenschaft auftreten“, fordert Lechner.

Das U 23-Team von Walldorf belegt mit nur vier Zählern den drittletzten Rang. In den letzten vier Begegnungen blieb das Team dabei ohne eigenen Torerfolg. Am Mittwoch im Nachholspiel beim Spitzenreiter Nöttingen war Walldorf bei der 0:3-Niederlage chancenlos. „Das ist eine junge Truppe, die viel Laufbereitschaft mitbringt“, warnte Lechner. Verzichten muss er weiterhin auf Michael Deutsche, Manuel Sanchez und Patrick Milchraum, der diese Woche wieder mit leichtem Lauftraining begonnen hat. Ein kleines Fragezeichen steht hinter dem Einsatz des erkrankten Simon Lindner. Der ramponierte Rasenplatz am Bruchwald wurde von der Stadt Bietigheim-Bissingen für Besserungsarbeiten für die nächsten zwei Wochen komplett gesperrt. Aufsteiger SGV Freiberg möchte nach dem verpatzten Saisonstart vom Auswärtsspiel beim 1. Göppinger SV am heutigen Samstag um 14 Uhr nicht mit leeren Händen heimkehren. Auch gegen die TSG Balingen blieb die erhoffte Trendwende aus. Nach der 0:1-Heimpleite hat sich der SGV mit nur vier Zählern vorerst im Tabellenkeller eingenistet.

„Die Phasen, in denen wir gut spielen werden kürzer. Der Einsatzwille ist die Basis dafür, um aus der Negativspirale herauszukommen“, erklärte Freibergs Coach Ramon Gehrmann.

Viele der eingespielten Automatismen sind momentan auf der Strecke geblieben. Der 1. Göppinger SV hat sich unter ihrem Trainer Gianni Coveli zu einem stabilen Oberligateam entwickelt. Die vergangene Spielzeit schloss er mit seinem Team als Aufsteiger auf einem hervorragenden siebten Rang ab und auch in der neuen Runde liegt die Truppe mit einer ausgeglichenen Bilanz von jeweils zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen voll im Soll.

Allerdings ist der Motor zuletzt ins Stottern geraten. Beim sieglosen SV Oberachern setzte es nach einer ganz schwachen Vorstellung eine 0:2-Pleite, die Coveli ziemlich wurmte. Es kommt im heutigen Duell zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Freiberger Shaibou Oubeyapwa, der seit dieser Saison für Göppingen kickt und bereits zwei Tore erzielt hat.

Wieder zurück beim SGV sind der gesperrte Thomas Gentner und Pascal Seil, der nach überstandenem Schlüsselbeinbruch Spielpraxis in der zweiten Mannschaft sammeln konnte. Fraglich ist der Einsatz von Patrick Fossi (Sprunggelenksprobleme). Wie in der Vorwoche stehen Spetim Muzliukaj, Sven Schimmel und Clemens Schlimgen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. „Ich bin zuversichtlich, dass wir als Mannschaft den Trend umkehren werden. Das ist nur eine Frage der Zeit. Vieles hängt von der Bereitschaft ab, alles abzurufen und sich nicht auf die Qualität zu verlassen oder eine Liga wo wir gespielt haben. Wir müssen punkten und rechnen uns in Göppingen was aus“, betonte Gehrmann.

von ansgar gerhardt
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