Fußball-Verbandsliga
05. Oktober 2018

Duell um ein Ende der Negativserie

In der Fußball-Verbandsliga steht am Samstag um 15 Uhr das Derby zwischen den Kreisvertretern VfB Neckarrems und FV Löchgau an. Da beide ihre letzten zwei Partien verloren, wird zumindest eine Negativserie reißen.

Tahir Bahadir und der VfB Neckarrems treffen im Heimspiel auf den FC Wangen. Foto: Baumann
Tahir Bahadir und der VfB Neckarrems treffen im Heimspiel auf den FC Wangen. Foto: Baumann

Remseck/Löchgau. „Ich bin nicht beunruhigt“, betont der Neckarremser Trainer Markus Koch nach zuletzt zwei Niederlagen in der Fußball-Verbandsliga und führt aus: „Das 0:3 gegen Tübingen war ein schlechter Auftritt. Letzte Woche beim 0:1 in Echterdingen waren wir dann schon wieder verbessert, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau, das wir zeigen können.“ Insgesamt sei in der Liga „bislang überhaupt nichts vorhersehbar“, auch die Leistungsstärke seiner eigenen Elf könne er nur schwer einordnen. „Das wird sich erst zeigen“, sagt Koch, stellt aber fest: „Die zwei Niederlagen zuletzt setzen uns nun unter Druck, denn es sind nur drei Punkte zum ersten Abstiegsplatz.“ Den Rivalen aus Löchgau, derzeit vier Zähler hinter dem VfB einsortiert, kennt er bestens: „Ich habe sie mehrfach gesehen. So viel hat sich bei ihnen im Vergleich zu vor zwei Jahren nicht verändert. Sie haben aber inzwischen mehr Erfahrung und mit Peter Wiens einen zusätzlichen offensiven Impulsgeber in ihren Reihen“, fasst er zusammen. Nach wie vor sei der FVL aber in erster Linie ein „defensivstarkes und unbequemes Team. Sie verhindern Gegentore mit allen Mitteln“, urteilt Koch. Sein eigenes Team stuft er im Vergleich als „kreativer“ ein, „aber das ist noch keine Garantie für ein positives Ergebnis“.

„Die letzten Spiele hatten wir uns natürlich anders vorgestellt. Wir müssen jetzt schleunigst lernen“, fordert sein Gegenüber Thomas Herbst, dessen Elf ebenfalls mit zwei Niederlagen im Gepäck in die Partie geht.

Daher ist es ihm gar nicht unrecht, dass man nun auf den Kreisrivalen trifft, dem man in der Vergangenheit meist enge und verbissene Spiele lieferte: „Wir wollen Derbycharakter ins Spiel bringen“, fordert Herbst hohe Intensität von seiner Mannschaft, denn der VfB habe viel „individuelle Qualität“. Seinem Team führte er zu Wochenbeginn noch einmal ein komplettes Video der 1:3-Heimniederlage gegen Nagold vor.

„Die Spieler waren sehr selbstkritisch. Damit hatte ich in der Form nicht gerechnet“, hofft er schon auf erste Lerneffekte, denn gegen Nagold war man in einigen Situationen recht naiv aufgetreten. Personell kann Herbst morgen wie auch sein Kollege Koch aus dem Vollen schöpfen.

Ob man es in vorderster Front erneut mit dem eher wuseligen Fabian Gurth oder wieder einem robusten Stoßstürmer wie Terry Offei oder dem inzwischen wiederhergestellten Tim Schwara versuchen wird, lässt der FVL-Coach noch offen.

Bernd Seib
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