Fußball-Oberliga
Ludwigsburg | 04. November 2017

Freiberg mit Rückenwind ins Derby

Nur sieben Kilometer liegen die Aushängeschilder des Amateurfußballs im Kreis auseinander. Heute (14 Uhr) empfängt Aufsteiger SGV Freiberg im heimischen Wasen- Stadion den Nachbarn FSV 08 Bissingen zum Oberliga-Derby.

Der Aufsteiger aus Freiberg hatte zuletzt viel Grund zum Jubeln und steht aktuell in der Tabelle sogar vor dem Lokalrivalen aus Bissingen. Foto: Baumann
Der Aufsteiger aus Freiberg hatte zuletzt viel Grund zum Jubeln und steht aktuell in der Tabelle sogar vor dem Lokalrivalen aus Bissingen. Foto: Baumann

Freiberg/Bietigheim-Bissingen. Während die Freiberger nach Anlaufschwierigkeiten zu Saisonbeginn immer besser ins Rollen gekommen sind und zuletzt beim heimstarken FV Ravensburg einen 4:0-Auswärtscoup landen konnte, sind die Bissinger ins Straucheln geraten. Gegen den SV Oberachern lieferten die Nullachter eine schwache Mannschaftsleistung ab und kassierten eine empfindliche 3:5-Klatsche.

Erstmals in dieser Runde sind die Freiberger (7. Platz/21 Punkte) an den Bissingern (8./20) vorbeigezogen. „Das war auch mein Ziel, als ich Freiberg wieder übernommen habe. Aber das ist nur eine Momentaufnahme“, meinte SGV-Coach Ramon Gehrmann. Gegen den FSV hat Gehrmann noch eine blütenweiße Weste. „Ich habe bisher alle Pflichtspiele gegen Bissingen gewonnen, die Serie steht jetzt auf dem Prüfstand. Wir sind als Underdog und Bissingen als Meisterschaftsfavorit gestartet. Als Aufsteiger haben wir nichts zu verlieren, können sie aber an einem guten Tag schlagen“, erklärte Gehrmann. Er zählt den Lokalrivalen zu den drei stärksten Teams der Liga und erwartet heute von Anfang an ein sehr emotionales Spiel. „Das wird kein Fußballleckerbissen, dafür steht für beide Mannschaften zu viel auf dem Spiel. Meine Spieler sind heiß darauf“, sagte Gehrmann. Mit rund der Hälfte der Bissinger Spieler hat er schon zusammengearbeitet. „Bei Freiberg zeigt die Tendenz eher nach oben, bei uns nach unten. Wir müssen schauen, dass wir den Hebel umlegen. Wenn wir wieder unsere gewohnte Leistung abrufen, wird es ein Spiel auf Augenhöhe“, fordert Bissingens Trainer Andreas Lechner. Für ihn ist der Kontrahent kein normaler Aufsteiger, sondern durch die vielen Neuzugänge aus höherklassigen Ligen eine sehr starke Oberligamannschaft mit Ambitionen. „Wir wollen uns nicht so sehr mit Freiberg beschäftigen.

Um wieder in die Spur zu finden ist es sicherlich nicht schlecht so ein Spiel vor der Brust zu haben“, hofft Lechner auf einen Befreiungsschlag. Bei den Freibergern fehlen neben Spetim Muzliukaj, Mert Öztürk (beide Kreuzbandriss) und Sven Schimmel auch der nach seiner gelb-roten Karte gesperrte Hakan Kutlu. Fraglich sind die Einsätze von Marco Pischorn (Einblutung im Knie) und Denis Latifovic. Bei den Gästen stehen der ehemaliger Freiberger Michael Deutsche (Kreuzbandriss) und Tim Reich (gesperrt) nicht zur Verfügung. Mittlerweile absolviert Manuel Sanchez wieder das volle Trainingsprogramm und stünde für einen Kurzeinsatz bereit. Vermutlich wird der erkrankte Mario Di Biccari weiterhin fehlen. Zum Lokalderby erhofft sich Gehrmann eine möglichst vollbesetzte Tribüne.

Ansgar Gerhardt
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