Verbandsliga
Remseck/Löchgau. | 17. August 2018

Holpriger Start in die neue Saison

Bei alten Bekannten sind zum Saisonauftakt der Fußball-Verbandsliga die beiden Kreisvertreter zu Gast: Der VfB Neckarrems muss bei der SKV Rutesheim antreten, der FV Löchgau beim SV Breuningsweiler. Die Trainer vom FVL und VfB sind mit der Saisonvorbereitung aber nicht vollends zufrieden.

VfB-Rückkehrer Tahir Bahadir hat nach einer Saison beim Ligakonkurrenten Calcio Leinfelden-Echterdingen gute Chancen auf einen Einsatz in der Startelf.Foto: Baumann
VfB-Rückkehrer Tahir Bahadir hat nach einer Saison beim Ligakonkurrenten Calcio Leinfelden-Echterdingen gute Chancen auf einen Einsatz in der Startelf.Foto: Baumann

Sowohl der VfB als auch der FVL haben als Saisonziel den Klassenerhalt ausgegeben – bei den Löchgauern als Aufsteiger obligatorisch, bei den Remsern mit Blick auf die schwache Vorsaison, als man erst am letzten Spieltag das Fernduell mit den Rutesheimern unbeschadet überstand und trotz eigener Niederlage die Liga hielt, ebenfalls nachvollziehbar. Dennoch traut FVL-Coach Thomas Herbst dem Kreisrivalen mehr zu: „Ich sehe sie schon eher im vorderen Mittelfeld“, sagt er. Für die allerersten Plätze, da sind sich Herbst und sein VfB-Kollege Markus Koch weitgehend einig, dürften der TSV Essingen, Calcio Echterdingen oder der FSV Hollenbach die ernsthaftesten Anwärter sein.

Mit dem Stand der Vorbereitung vor dem Auftakt sind beide Coaches nicht wirklich glücklich. „Vor drei Wochen hätte ich noch gesagt, dass wir auf einem guten Weg sind“, erzählt Koch, doch dann begann die Urlaubswelle und man flog in der ersten Pokalrunde in Schwäbisch Hall raus. „Wir könnten deutlich weiter sein. Zuletzt war es eher ein Schlingerkurs“, ist der VfB-Trainer skeptisch. Auch den 6:4-Sieg bei der Generalprobe gegen Landesligist Weilimdorf beurteilt er ambivalent: „Wir hatten viele Szenen und konnten auch 10 Tore machen. Aber vier Gegentore sind zu viel. Im Umschaltspiel haben wir noch Schwierigkeiten und müssen verstehen, dass alle Mittel legitim sind. Man kann einfach nicht immer hinten aus der Abwehr heraus spielen“, erklärt der Trainer. Von den Neuzugängen dürften morgen in Rutesheim (15.30 Uhr) die beiden Angreifer Nesreddine Kenniche und Tahir Bahadir die besten Karten haben, sich in der Startelf wiederzufinden – zumal die meisten ihrer Konkurrenten aus der VfB-Offensive urlaubsbedingt noch Trainingsrückstand haben.

Noch schwieriger gestaltete sich der Saisonvorlauf für den Aufsteiger aus Löchgau, der wegen der Relegation ohnehin im Vergleich zur Konkurrenz eine um zwei Wochen kürzere Sommerpause hatte. „Urlauber waren gar nicht das zentrale Problem, vielmehr Verletzungen durchaus schwerer Natur. Teils waren nur 12 Spieler im Training“, berichtet Herbst. Fehlen werden ihm zum Auftakt wohl Tom Kühnle, der wegen einer bei der Pokalpleite in Schornbach erlittenen Bänderverletzung seit 14 Tagen nicht trainieren konnte, und Michael Mariolas (Handbruch).

Rückkehrer und Topneuzugang Peter Wiens traf es mit einem Nasenbeinbruch. Seit Wochenbeginn trainiert er nun vorsichtig mit Maske – ein Einsatz am Sonntag (14 Uhr) in Breuningsweiler ist ungewiss. Schon bestens integriert zeigt sich dagegen die aus Rutesheim gekommene Defensivkraft Pascal Haug. „Er wird spielen“, legt sich Herbst fest und stellt auch dem aus der eigenen Jugend hochgezogenen Moritz Haile einen Einsatz in Aussicht.

Bernd Seib
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Fußball-Tabellen
Sporttabellen Fußball