Ludwigsburg | 29. Juli 2017

Pflugfelden peilt mit Fendyk Klassenverbleib an

Mit neuem Trainer geht der TVP in sein zweites Jahr in der Fußball-Landesliga – Toptorjäger verlässt den Verein in Richtung Neckarrems

Ludwigsburg. Vor seiner zweiten Saison als Fußball-Landesligist steht der TV Pflugfelden, der seinen Toptorjäger Nico Scimenes verloren hat. „Für uns zählt nur der Klassenverbleib. Und das wird ein Hauen und Stechen“, sagt der neue Trainer Markus Fendyk, der aus Kornwestheim kam. Erstaunlich schnell hat sich Fendyk nach zuvor langen Jahren beim SVK in Pflugfelden eingewöhnt: „Ein paar neue Namen lernen, ein paar neue Charaktere kennenlernen, aber groß umstellen musste ich mich nicht“, erzählt er. Zumal der Coach mit seinem spielenden Co-Trainer Predrag Sarajlic und dem langjährigen Kornwestheimer Kapitän Muammer Dülger seine zwei vielleicht wichtigsten Vertrauten mitgebracht hat.

Mit dem TVP übernahm Fendyk ein Team, bei dem die personellen Veränderungen im Sommer überschaubar geblieben sind. Zwar folgten mit Ermal Gashi und Nikolaos Tsiolakidis zwei bisherige Stammkräfte Ex-Coach George Carter zu Croatia Bietigheim, doch schwer wiegt vor allem der Abgang von Landesligatorschützenkönig Nico Scimenes, der den Sprung nach Neckarrems in die Verbandsliga wagt. Seine Treffer und sein Tempo werden dem TVP fehlen.

Sarajlic weiß zwar auch, wo das Tor steht, ist aber ein ganz anderer Spielertyp. Mit Mustafa Ceyhan, der aus Grünbühl kam, Rückkehrer Erhan Okkumus und dem jungen Eigengewächs Dennis Shala stießen aber weitere Optionen für die Offensive zum TVP. „Er könnte die Scimenes-Rolle übernehmen“ lobt der Coach Youngster Shala und stellt fest: „Unsere Vorwärtsbewegung gefällt mir schon ganz gut.“ Allerdings wird Topangreifer Dimi Karagiannis wohl den Saisonauftakt wegen einer alten Verletzung verpassen. Die andere Seite seiner neuen Mannschaft lernte der Coach aber auch schon kennen. Mit 1:7 ging sie am vergangenen Wochenende im Testspiel gegen den Stuttgarter Landesligisten Nafi unter. „So hoch habe ich als Trainer noch nie verloren. Das war ein echtes Brett und hat mir gezeigt, dass wir in der Rückwärtsbewegung noch sehr viel Arbeit haben“, gibt Fendyk zu.

Ohnehin ist man im Abwehrzentrum eher dünn besetzt. Lediglich Erkan Orak und der gerade erst aus der eigenen Jugend hochgezogene Leonard Badeke sind gelernte Innenverteidiger. Daher denkt der Trainer darüber nach, mit Neuzugang Dülger und Kapitän Robin Härter im Bedarfsfall zwei etatmäßige Sechser umzufunktionieren.

Ausgiebig Gelegenheit, die hierfür nötigen Abläufe einzustudieren, gibt es ab dem kommenden Samstag, wenn die Pflugfeldener zum fast schon traditionellen einwöchigen Trainingslager ins österreichische Schladming aufbrechen. Leiten wird die Einheiten dort jedoch Co-Trainer Sarajlic, denn Fendyk kann wegen beruflicher Verpflichtungen nicht dabei sein.

Bernd Seib
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