Landesliga
Ludwigsburg | 01. August 2018

TVP und Germania stapeln tief

Während der TSV Heimerdingen in der kommenden Fußball-Landesligasaison zum Favoritenkreis zählt, peilen der TV Pflugfelden und Aufsteiger Germania Bietigheim zunächst einmal den Klassenerhalt an. Dennoch schwärmt der neue TVP-Trainer von den Bedingungen im Verein.

Standen bis 2017 gemeinsam an der Seitenlinie: Christian Hofberger (rechts, jetzt TV Pflugfelden) und sein Spieler-Co-Trainer Holger Ludwig (links, heute TSV Heimerdingen) zu 07-Zeiten.
Standen bis 2017 gemeinsam an der Seitenlinie: Christian Hofberger (rechts, jetzt TV Pflugfelden) und sein Spieler-Co-Trainer Holger Ludwig (links, heute TSV Heimerdingen) zu 07-Zeiten.

„Wenn man im Juni erst in der Relegation die Liga hielt, verbieten sich große Zielsetzungen“, stellt Pflugfeldens neuer Trainer Christian Hofberger klar. Der Coach selbst pausierte zuletzt ein Jahr, nachdem er zuvor entnervt den Stadtrivalen 07 Ludwigsburg verlassen hatte. Beim TVP, der neuen Nummer 1 in der Hackordnung des Ludwigsburger Fußballs, schwärmt er jetzt von „tollen Bedingungen“, die man im in dieser Woche bezogenen Trainingslager im österreichischen Schladming habe. Die Schulung von „Physis, Taktik und Teamgeist“ steht dort im Vordergrund.

Voll identifizieren kann sich Hofberger mit dem, was er die „Philosophie des Vereins“ nennt. „Es gibt hier eine sehr gute Jugendarbeit. Fast 70 Prozent unserer Spieler stammen aus ihr. Hinzu kommen punktuelle externe Verstärkungen“, erklärt er. Mit Rui Carvalho, Steffen Maaß und Marcel Strobel haben drei Akteure den Weg vom Fuchshof zum TVP gefunden, zudem kam Max Ivancic aus der Kreisliga B. Mit Flamur Gervalla, als Trainingsgast in Schladming dabei, könnte noch ein vierter Ex-07er hinzustoßen.

„Wir wollen zeigen, dass wir das Niveau der Landesliga haben“, sagt Matthias Schmid, der Trainer von Liganovize Germania Bietigheim. Er vertraut in erster Linie der erfolgreichen Aufstiegsmannschaft, die nur mit drei Akteuren ergänzt wurde. Von Oberligist FC Nöttingen kam Defensivspieler Robin Faber, der nun mit seinem Bruder Dominik in einem Team steht. Neu sind zudem der vielseitige Marc Agyemang (TSV Münchingen) und Daniele Cardinale. Der junge, in Freiberg ausgebildete Angreifer kommt von Verbandsligist VfB Neckarrems, wo er sehr gute Ansätze zeigte, sich aber nicht durchsetzen konnte. Beim 6:0-Testspielsieg gegen den TV Darmsheim aus der Parallelstaffel knipste Cardinale binnen 45 Minuten fünfmal. „Im Training hat er zuvor kein Scheunentor getroffen“, schmunzelt Schmid, der überzeugt ist: „Er bringt uns weiter“. Eng werden könnte es in der Defensive: Anhaltende Achillessehnenbeschwerden haben Francesco Prisco kurzfristig zum Karriereende bewogen.

Durchaus als Titelaspirant wird neben den Teams aus Gröningen-Satteldorf, Crailsheim und Schwäbisch Hall in der am 18. August beginnenden Runde der Vorjahresvierte TSV Heimerdingen gehandelt. „Schön zu hören. Mit unserer guten Rückrunde haben wir uns das verdient“, sagt dessen Coach Holger Ludwig, der Pflugfeldens Trainer Hofberger in der Saison 2016/17 bei 07 Ludwigsburg noch als Spieler-Co-Trainer zur Seite stand.

Ludwig selbst will sich mit seiner eingespielten Elf „nicht verschlechtern“, also zumindest vorne mitmischen. Mit Piero Stampete (TV Oeffingen) und Antonio Di Matteo (07 Ludwigsburg) kamen bewährte Kräfte hinzu. Dem einzigen Abgang, Norman Röcker, stehen mit Maran Hüsein (NAFI Stuttgart) und Asim Öszoy (TSV Kornwestheim) zwei weitere Neue entgegen. In den Testspielen war Ludwig „selten zufrieden“, doch blieb man ungeschlagen.

Bernds Seib
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