Fußball-Bundesliga
Sinsheim | 14. Dezember 2017

VfB fehlen Glück und Kreativität

Der VfB Stuttgart bleibt in der Fußball-Bundesliga ohne Auswärtserfolg. Gestern Abend haben die Schwaben mit 0:1 (0:0) bei der TSG Hoffenheim verloren. Verletzungspech und eine schwache Offensivleistung führen zur Niederlage.

Sinnbild der Niederlage in Hoffenheim: Chadrak Akolo liegt verletzt am Boden, Benjamin Pavard kümmert sich um seinen Mitspieler. Foto: Baumann
Sinnbild der Niederlage in Hoffenheim: Chadrak Akolo liegt verletzt am Boden, Benjamin Pavard kümmert sich um seinen Mitspieler. Foto: Baumann

Die entscheidenden Momente dieses Bundesliga-Spiels passten zu einem gebrauchten Fußball-Abend für den VfB Stuttgart. Um das 0:0 und damit einen Punkt bei der TSG Hoffenheim zu retten, wechselte Trainer Hannes Wolf mit Denis Aogo eine Defensivkraft ein. Sekunden später folgte die Katastrophe für die Stuttgarter Fußballer. Kaum war Aogo auf dem Feld, erzielte Mark Uth das 1:0 für die Gastgeber. Dabei lieb es. Vor dem Duell mit dem FC Bayern München kommt der VfB Stuttgart damit im Abstiegskampf immer weiter in Bedrängnis.

Gleich in den ersten zehn Minuten verpasste der VfB zwei gute Chancen zur Führung. In der vierten Minute wurde Berkay Özcan in der Mitte sträflich freigelassen, doch auf dem Weg zum Tor wurde er von einem Hoffenheimer Abwehrbein eingeholt und konnte nur unplatziert abschließen. Zwei Minuten später spielte Chadrac Akolo einen flachen Querpass auf Anastasios Donis. Der setzte den Ball aber neben das Tor.

Später musste der Grieche verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn kam Takuma Asano (27). Nach den beiden Chancen blieben die Schwaben spielbestimmend, ohne zwingende Chancen zu entwickeln. Dafür schockte ein ehemaliger Stuttgarter Jugendspieler beinahe die Gäste. Serge Gnabry schoss nach schönem Solo nur knapp vorbei (31.) und auch Mark Uths Schuss zehn Minuten später wurde gefährlich.

Davor hatte das Verletzungspech den VfB ein zweites Mal heimgesucht. Als Akolo in der 37. Minute beim Torabschluss stürzte, fiel ihm Hoffenheim-Kapitän Kevin Vogt auf den Rücken. Damit musste Hannes Wolf bereits vor der Halbzeit den zweiten Wechsel vornehmen und brachte Josip Brekalo. Mit einem leistungsgerechten 0:0 ging es in die Pause.

Die zweite Hälfte lief schleppend an. Der VfB präsentierte sich wie oft in dieser Saison: Stabil in der Abwehr, aber ohne Kreativität und Durchsetzungskraft in den vorderen Spielreihen. Die Folge war ein Spiel mit wenigen Strafraumszenen.

Hoffenheim drückte in der Schlussviertelstunde zunehmend auf die Führung. VfB-Coach Wolf ging daher auf Sicherheit und nutzte seinen letzten Wechsel, um Defensivspieler Denis Aogo aufs Feld zu bringen und den Punkt zu retten.

Nur Sekunden später passiert das Gegenteil. Bei einem langen Ball behindern sich Emiliano Insua und Torhüter Ron-Robert Zieler gegenseitig. Pavel Kaderabek passt auf und gibt in die Mitte, wo Mark Uth zum 1:0 trifft (81.). Eine Führung, die nicht mehr in Gefahr geriet.

Hoffenheim: Baumann – Posch, Vogt, B. Hübner – Kaderabek, N. Schulz – Geiger ( 61. Grillitsch), Rupp (66. Kramaric) – Demirbay – Uth, Gnabry (77. Szalai).

Stuttgart: Zieler – Baumgartl, Badstuber,

Pavard – Beck, Insua – Gentner, Ascacibar – Akolo (37. Brekalo), Özcan (80. Aogo)– Donis (27. Asano).

Schiedsrichterin: Steinhaus. –Tor: Uth (81.). – Zuschauer: 30 150 (ausverkauft).

Marco Jaisle
Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Fußball-Tabellen
Sporttabellen Fußball