Handball
Ludwigsburg | 17. März 2018

74321 – SG wirbt in eigener Sache

Hamm(er)! Bietigheims Handballer stehen heute vor einer großen Aufgabe. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga empfängt um 19.30 Uhr in der Ege Trans-Arena den Dritten ASV Hamm-Westfalen.

Patrick Rentschler will sich mit der SG BBM für die Hinspielniederlage in Hamm revanchieren. Foto: Baumann
Patrick Rentschler will sich mit der SG BBM für die Hinspielniederlage in Hamm revanchieren. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Mit einem Sieg könnte die SG den Vorsprung gegenüber den Gästen auf sieben Punkte ausbauen und käme dem Aufstieg ins Oberhaus einen großen Schritt näher.

„Mit 7 Spielern auf dem Feld wollen wir uns in 4 Jahren mit unseren 3 Stammvereinen von einem 2.-Ligisten zu einem nachhaltigen 1.-Ligisten entwickeln!“ Dieses aus der Bietigheimer Postleitzahl 74321 entwickelte Konzept stellt BBM-Geschäftsführer Bastian Spahlinger vor dem Spitzenspiel aktuellen und künftigen Sponsoren in der Ege Trans-Arena vor. Zum Höhepunkt der SG-Präsentation soll danach das Match gegen Hamm werden.

Nach 26 von 38 Spieltagen der 2. Liga ist einer der beiden Aufstiegsplätze für den Bergischen HC (48:4 Punkte) reserviert. Dahinter hat Bietigheim (41:11) die besten Chancen, muss sich aber den ASV Hamm-Westfalen und VfL Lübeck/Bad Schwartau (je 36:16) vom Leib halten. Entsprechend wichtig ist heute ein Heimsieg.

Mit Hamm hat die SG noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel kassierten Robin Haller, Patrick Rentschler und Co. an der Lippe mit 19:34 die höchste Saisonniederlage. „Das war ganz bitter für uns“, erinnert sich BBM-Trainer Hartmut Mayerhoffer. Erst kam die SG damals wegen vieler Staus zu spät, dann nicht ins Spiel. Das lag auch an der Top-Leistung der Gastgeber. „Hamm hat eine tolle Mannschaft“, sagt Mayerhoffer, „die absolut berechtigt zu den Aufstiegskandidaten zählt.“

Das bestätigten die Westfalen in den letzten Wochen eindrucksvoll. Höhepunkt einer Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage war der 27:25-Auswärtssieg beim bis dahin zuhause ungeschlagenen Spitzenreiter Bergischer HC. Zuletzt unterlag Hamm aber dem Aufstiegsrivalen Lübeck/Bad Schwartau mit 26:28. Allerdings musste Trainer Kay Rothenpieler dabei auf seinen verletzten Torjäger Vyron Papadopoulos (129 Treffer) verzichten. Mit Christoph Neuhold, Björn Zintel, Julian Possehl, dem Isländer Fannar Fridgeirsson sowie den Außen Fabian Huesmann und Lukas Blohme verfügt der ASV aber über eine Reihe weiterer Akteure, die jederzeit ein Spiel entscheiden können.

Die Erfolgsrezepte von Bietigheim und Hamm sind ganz ähnlich. „Der ASV baut“, so Mayerhoffers Analyse, „wie wir auf eine aggressive Abwehr, schnelles Umschaltspiel und hohes Tempo in seinen Angriffsaktionen.“

Bei der SG könnte der verletzte Gerdas Babarskas ins Team zurückkehren. Falls die letzten Tests positiv ausfallen, soll der lange verletzte Litauer in der Abwehr die seit Wochen stark geforderten Innenblockspieler entlasten. Damit könnte der Ausfall von Jonathan Fischer kompensiert werden, der bei seinem Stammverein Köndringen-Teningen in der 3. Liga benötigt wird.

Mayerhoffer ist voller Vorfreude auf die Partie. „Das sind die zwei Mannschaften, die zuletzt die größte Konstanz zeigten. Beide wollen aufsteigen. Ein Sieg würde unsere Chancen erhöhen. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir die zwei Punkte holen!“

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