Frauen-Handball
Bietigheim-Bissingen | 20. Januar 2018

Bietigheim erwartet die Mannschaft der Stunde

Pokalhelden unter sich! Im ersten Bundesliga-Heimspiel des Jahres 2018 erwarten die Bietigheimer Handballerinnen heute Abend in der Halle am Viadukt die HSG Bad Wildungen.

Dinah Eckerle, in Hemmingen aufgewachsen, verstärkt im Sommer die SG BBM. Foto: Baumann
Dinah Eckerle, in Hemmingen aufgewachsen, verstärkt im Sommer die SG BBM. Foto: Baumann

Beide Teams sorgten am vergangenen Wochenende im Pokal-Viertelfinale für dicke Überraschungen: Die SG gewann trotz ihrer personellen Probleme beim Bundesliga-Spitzenreiter Thüringer HC, Bad Wildungen zog durch einen 21:18-Auswärtssieg in Leverkusen ebenso überraschend ins Final4 ein.

Das war nicht der erste Coup der Nordhessen. Eine Woche zuvor hatten sie das Kunststück geschafft, dem bis dahin verlustpunktfreien Spitzenreiter Thüringer HC die erste Niederlage beizubringen. Nach einem zeitweiligen Drei-Tore-Rückstand drehten die „Vipers“ in einer emotionalen Schlussphase die Partie. Die Schweizer Torhüterin Manuela Brütsch verriegelte ihren Kasten, die Rumänin Laura Vasilescu steuerte zehn Treffer zum unerwarteten 30:27-Sieg bei. Die Fans feierten den Coup als größten Sieg der Vereinsgeschichte.

Entsprechend motiviert erwartet BBM-Trainer Martin Albertsen heute die HSG. „Die werden fliegen“, glaubt der Däne und Bad Wildungens Trainerin Tessa Bremmer freut sich über die Entwicklung ihres Teams: „Nach den beiden tollen Spielen gegen Thüringen und Leverkusen spüren wir eine große Euphorie – sowohl in der Mannschaft als auch im Umfeld.“ Die Holländerin bleibt aber realistisch. „In Bietigheim erwartet uns eine extrem schwierige Aufgabe. Kampfstärke und Leidenschaft sind gefordert.“

Bad Wildungens Sieg gegen Thüringen spielte der SG in die Karten, verringerte sich dadurch doch der Rückstand auf den Tabellenführer von drei Punkten auf einen. Umso wichtiger ist es jetzt, mit einem Erfolg gegen die „Vipers“ am THC dranzubleiben. Trotz aller personellen Probleme hat die BBM-Formation in den letzten Partien bewiesen, dass man in der Lage ist, gegen jede Mannschaft in Deutschland zu gewinnen.

„Wir haben das Beste aus der Situation gemacht“, freut sich Albersten, der ein enormes Potenzial für seine Frauen sieht. „Aber wir müssen unseren Weg Schritt für Schritt weitergehen.“ Dazu gehört, gegen die erstarkten „Vipers“ konzentriert und vor allem in der Abwehr aggressiv aufzutreten. „Die gute Leistung der letzten Spiele allein genügt nicht“, stachelt der Trainer seine Mannschaft an, „wir müssen taktisch und spielerisch noch besser werden, jede Kleinigkeit ist wichtig!“

von paul herbinger
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